Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1669567
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Drelnlngeri bewerkstelligen, die miteinander oder gegxincinainlvi' 
laufen u. s. w. S0 bietet diese einfache Technik für stilistische 
Betrachtungen, die das Nützliche im Schönen sehen, den reichsten 
Stoff, deren Bearbeitung einem kIHISiZPlIilOSOPhlSClIGH Posamentier 
vorbehalten bleibt. Auch von diesem Prozesse besitzen wir Illu- 
strationen, die älter sind, als unsere papierne (ireschielite. ' 
Knoten 
Der Kneten ist vielleicht das älteste technische Symbol und, 
wie ich zeigte, der Ausdruck für die frühesten kosmogonischen 
Ideen die bei den Völkern aufkeimten. 
Der Knoten dient zuerst als Verknüpfungslnittcl zweier Faden- 
enden und seine Festigkeit begründet sich hauptsächlich auf den 
NViderstand der Reibung. Das System, welches durch Seiten- 
druck die Reibung am meisten befördert, wenn die beiden Fäden 
in entgegengesetzten Richtungen nach ihrer Länge gezogen x-vep- 
den, ist das festeste. Andere Verhältnisse treten ein, wenn auf 
die Fäden nicht in dem 
 Sinne ihrer Länge, sen- 
 dern vertikal auf deren 
 K,     Ausdehnung eingewirkt 
    w?  wird, ebglelch auch hier 
K;   w f; die nach der Längenrich- 
I    tung der Fäden gehende 
    Resultante der Spannung 
 (fix,    am meisten in Betracht 
2;; Ä   kommt. Der Weberkne- 
    ten ist unter allen der 
  D)  1' festeste und niitzlichste, 
      vielleicht auch der älteste 
   r    1;: oder doch defeni re l  
,;111rlf"     t ' Ü" 
 f!  j in den technischen Kun- 
   stcn am frühstcn ligu- 
rirte. Die Seiler und 
Schiffer kennen eine Menge von Knotensystcmen, über welche 
ich leider nur als Laie sprechen könnte. Manches auch für unsere 
' S. Wilkinsoxfs oft citirtes WVerk über Aegypten. V01. III. S. 144.
        

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