Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1668451
Textile Kunst. 
Die Decke. 
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um in dekorativer Anwendung, namentlich aufPlafonddeeken und 
Gewölben, keine Schwierigkeiten Wegengder Richtung, die ihnen 
zu geben sei, zu bieten. Ihnen folgen freilich die anderen himm- 
Seraphim (Neubyzantinisch Athen) 
lischen Heerschaaren, wie sie Gott-Vater, oder Gott-Sohn, oder die 
ganze Dreifaltigkeit nebst Maria in einer Glorie umgeben. Sie ordnen 
sich im Kreise um die Mittelgruppe, die ihrerseits so gerichtet ist, 
wie jene ägyptischen Adler, nämlich mit den Häuptern nach der 
Hauptthüre, mit den Füssen nach dem Sanctuarium, über wel- 
chem sie schweben. (Siehe Tafel VIII. der kolorirten Blätter: By- 
zantinische Malerei der inneren Kuppel einer kleinen Kirche in 
Athen.)  Das Gesetz für historische Bildwerke, die in besondere 
Umrahmungen eingeschlossen von nun an immer häufiger zu der 
Verzierung der Decken benutzt werden, und sich zur Hauptsache 
erheben, während sie bei den Römern (und wohl auch bei den 
Griechen) in Privatwohnungen und profanen Bauwerken nur leichte 
ornamentale Bedeutung hatten, ist in Beziehung auf ihnen zu ge- 
bende Richtung leicht fasslich, so wie der bedeckte Raum selbst 
nur einigermassen gerichtet und hierin nicht vollkommen neutral 
ist, welcher Fall nicht selten vorkommt. Dasselbe ist auch für 
alles ornamentale Werk gültig, so wie dieses aus Elementen be- 
steht, welche ein Oben und Unten haben. Es geht ganz einfach 
dahin, dass man sich den Plafond oder die gewölbte Decke als 
eine durchsichtige Glastafel denken muss, 1 hinter welcher die 
Es ist 
auffallend  
dass 
wir uns 
Zlllll 
einige 
Theil der 
schriftli- 
ältesten
        

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