Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022090
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Echo des Alterthums dar (II. p.  Nach diesem Ge- 
sichtspunkt werden zuerst die Gemälde, besonders in dem 
Cöineterium des Callisttis, durchgegangen (Mem.   
dann die Formeln (Inschriften) und Symbole der Grabsteine 
(Mem.   endlich die Sachen, die in den christlichen 
Cömeterien gleichwie in den heidnischen sich gefunden 
haben, als Monumente mit ihren Reliefs; Spielzeug, 
Amulette, Kleidung, Schmuck und Toilettenstücke , Würfel 
und Münzen; Lampen, Gefässe aller Art, verschiedenes 
Gerath und Nägel (Mein. 111.).  Bei dieser Anordnung 
können jedoch die verschiedenen Arten der Einwirkung 
antiker Vorstellungen und Sitten auf Leben und Kunst 
der Christen nicht gehörig auseinander treten,  wäh- 
rend es bei der Würdigung des Einflusses auf diesen 
Unterschied ganz besonders ankommt. Es ist nehmlich zu 
unterscheiden zwischen dem Gebiet der gleichgültigen 
Sitte und Rede, z. B. wenn auf dem Grabmal das Hand- 
werksgeräth des Verstorbenen abgebildet oder wenn dem- 
selben nach römischem Herkommen das Prädikat bene- 
merenti gegeben wird, und dem Gebiet der Religion. 
Ferner zwischen dem Gebiet einerseits solcher Sachen, 
wie Lampen, Münzen, die an sich gleichgültig, nur durch 
den Gebrauch oder die Bestimmung eine abergläubische 
Bedeutung erhalten können, andererseits der in Inschriften 
enthaltenen Gedanken, die an heidnisches Wesen streifen, 
und dem Gebiet der Kunsteorstellztngen. Also auch inner- 
halb des letzteren zwischen Kunstvorstellungen, die dem 
alltäglichen Leben angehören und eine allgemein mensch- 
liche Bedeutung haben, und solchen, in denen heidnische 
Motive ausgeprägt sind,  ein Unterschied, den ich schon 
oben (5.13 angezeigt habe, und von dem ich weiterhin 
(S. H. von dem Typus des guten Hirten) ein Beispiel 
geben werde.- Auch von diesen mythologischen Kunst- 
vorstellungen (worauf es uns hier allein ankommt) der 
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