Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022062
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dem Gesichtspunkt aufgefasst hat: „die Christen hätten 
die Symbole auf den Grabmalen der Heiden allmälig zu 
Symbolen des Christenthums verwandelt." Die Ansicht 
aber, die er darüber ausspricht, ist theils thatsächlich, 
t.heils in der Combination irrig,  eine Verwerfung, wo- 
durch jedoch der sonstigen Anerkennung dieses geistvollen 
Aufsatzes nichts entzogen sein soll. 
In neuerer Zeit ist zuerst von Münter (1.825) die 
Sache aufgenommen, der überhaupt zuerst für die „Sz'nn- 
bilder und Kunslvorstellungcra der alten Christen" das 
Material, hauptsächlich nur aus den Katakomben, ge- 
sammelt und dieselben umsichtig erläutert hat: wobei 
denn auch die Ideen heidnischer Kunst in diesen Kunst- 
vorstellungen nicht übergangen werden 1).  Und kurz 
darauf hat Bumohr mit dem ihm eigenen eben so ein- 
dringenden als überschauendeu kunstgeschiehllichen Urtheil 
in seinen Italienischen Forschungen (1827) nicht nur für 
jene früheste Periode über die Bezeichnung christlicher 
Vorstellungen durch mythische Charaktere und Handlungen 
einige Andeutungen gegeben, sondern zuerst wieder darauf 
hingewiesen, wie sich einige Symbole der alten Welt, 
jedoch nur in den Beiwerken übrigens rein christlicher 
Darstellungen bis in das spätere Mittelalter erhalten ha- 
beni),  worauf im Einzelnen öfters aufmerksam ge- 
macht wird 3). 
Ferner sind in der Beschreibung Roms von Röstel 
(1829) über die Darstellungen heidnischen Ursprungs in 
den Katakomben, und von Platner (1834) insbesondere 
über die Personificirung sinnlicher Gegenstände in der 
christlichen Kunst einige Bemerkungen gemacht4),  
1) Munter Sinnb. n. 1. s. s. 23. r. 113. f. 
2) Rumohr Italien. Forsch. Th. I. S. 165. f. 
3) Ehendas. S. 192. 224. 241. 275. 299. 
4) Beschreib. Boms Th. l. S. 415. Th. lI. Abth. 2. S. 350. Anm. 3.
        

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