Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022023
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tung, womit auch die mancherlei mythologischen Motive der 
Miniaturen zusammenhängen, zumal die Personilicationen 
physischer Gegenstände, von denen Waagen in seiner 
Beschreibung dieser Handschrift eine Uebersicht giebt 1). 
12. Von besonderem Interesse ist endlich noch ein 
Mosaik, welches (von Didron) in's dreizehnte Jahrhundert 
gesetzt wird, aber wohl noch dem zwölften angehören 
mag: es enthält ebenfalls ausser den personificirten Tu- 
genden und freien Künsten eine ganze Anzahl physischer 
Personificationen, Erde, Meer, Flüsse, Jahreszeiten, Him- 
melsgergexiden, während dieselben sonst in dieser Zeit 
aufhören. Dies Mosaik nahm früher die ganze Breite des 
Chors in der Kirche S. Benii zu Bheinis ein, welche im 
J. 1049 durch Papst Leo IX. eingeweiht ist, in der auch 
die h. Ampulle zum Gebrauch bei der Krönung der Könige 
von Frankreich aufbewahrt wurde. Von demselben hat 
Bergler Kenntniss gegeben 2), dessen Beschreibung Spon 
aufgenommen hat 3). Furietti4) setzte es in das fünfte 
Jahrhundert, eine Annahme, die auch ohne Rücksicht 
auf das Alter der Kirche, bloss nach dem Inhalt der dort 
vorgestellten Gegenstände zu urtheilen als sehr verfehlt 
erscheint.  Eben dieses Mosaik ist es wahrscheinlich, 
welches unlängst wieder aufgefunden ist 5) in einem Schloss 
1) Waagen Kunstwerke und Künstler in Deutschland Th. II. 
S. 360 lY. Leider hat demselben bei seinem zweiten Aufenthalt 
in Strassbnrg die Handschrift nicht wieder vorgelegen. 
z) Nie. Bergier Hist. des grands chemins de Pempire Rom. 
Liv. II. c. 21. ß. 13. Par. 1622. p. 189-191. Nouv. ed. 
Bruxell. 1'736. T. I. p. 200-202.  
a) Spon Becherches curieus. (Pamiquite p. 35; lat. per Facciol. 
(Bei antiquar. select. quaestJ, in Polen. Utriilsque Thesaur. 
antiq. Supplem. Vol. IV. p. 399. 
4) Furietti De musiv. p. 70. 
5) Didron Anna]. archC-ol. V01. I. 1844. p. 88. Es wird dort 
nur bemerkt, dass dies aufgefundene Mosaik, ein Werk des
        

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