Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021991
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heiligen Schrift: sie ist aus Constantinopel gekommen und 
beiindct sich in der K. Bibliothek zu Paris (N0. 139 
früher N0. 1878). Ihre Miniaturen zeigen viele Personi- 
iicationen von Land, Berg, Meer, Nacht und Morgen, 
auch von sittlichen Eigenschaften, wovon zuerst Mont- 
faticon (der auch eine Abbildung daraus mittheilt) Kennt- 
niss gegeben hat 1). Neuerdings sind sie öfters benutzt 
Vßn lllillin, Didron (s. unten 5. 52. 55.) und zuerst aus- 
führlich beschrieben von Waagen 2), welcher unter allen 
zu seiner Kunde gekommenen Handschriften griechischen 
Inhalts diese auszeichnet als diejenige, worin sich die 
antike Auffassungssveise am reinsten erhalten habe.  
111 dem Kupferwerk über die Sammlung Denon von Du- 
val 3) finden sich Abbildungen von zwei Miniaturen, die 
über nicht zu dieser Sammlung gehört haben, sondern 
angeführt werden als „Gemälde des zehnten Jahrhunderts 
allS einem griechischen ltlanuscript der Bibliothek von 
Constantinopel." Sie enthalten alttestamentliche Scenen 
mit mythologischer Staffage. Dieser Bestandtheile wegen 
will aber der Herausgeber nicht glauben, dass jene Mi- 
niaturen aus so später Zeit seien und ist geneigt, sie 
in's vierte Jahrhundert zu setzen: die Frage über das 
Alter könne aber nur entschieden werden, wenn man die 
Handschrift, woraus sie genommen, vor Augen habe, 
Wozu er, wie er sagt, nicht gelangen könne. Er hätte 
CS aber sehr nahe gehabt. Es erhellt zwar nicht, wie 
01' selbst eigentlich zu diesen Zeichnungen gelangt ist. 
Es ist aber offenbar, wenn man seine Abbildungen mit 
der Beschreibung der ltliniaturen in dem eben erwähnten 
L 
I) Montfaucun Palaeogr. Gr. p. 11. 13. vergl. p. 7. 
2) Waagen Kunstwerke und Künstler in Paris S. 217-225. 
a) Duval Monum. des arts du dcssin rec. par le Baron Denon, 
T. I. Par. 1829. gr. f. Pl. XXXIX.
        

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