Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021984
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Handschrift des Josua in der Vaticanlschen Bibliothek 
(Cod. Palat. N0. 405.) 1),  eine Pergamentrolle in 
15 Blättern von 32 F uss Länge und 111,11; Zoll Höhe, auf 
der die Hauptereignisse des Buches Josua (Cap. 2-10) 
dargestellt sind. Diese Malereien sind zum erstenmal be- 
kannt gemacht von d'Agincourt'l), der die Handschrift 
in das siebente oder achte Jahrhundert setzt. Riunohr 3) 
hält die Malereien für copirt, rechnet sie aber der Er- 
iindung nach zu den ältesten Denkmalen christlicher Kunst: 
es sei ihm, sagt er, unter den altchristlichen Denkmalen 
durchaus nichts vorgekommen, was künstlerisch betrachtet 
gleich trefflich wäre. Wie nahe dieselben in dem Geist 
der Erfindung dem Alterthum stehen, davon zeugen die 
zahlreichen Personilieationen von Städten, Flüssen und 
Bergen, wodurch die Scene belebt wird,  aber Sonne 
und Mond sind nicht in mythologiseher Gestalt, sondern 
in der rein mathematischen Form vorgestellt. 
Seit dem achten Jahrhundert linden sich dann die 
Handschriften mit Miniaturen häufiger, von denen in Be- 
ziehung auf die darin vereinzelt erscheinenden mytholo- 
gischen Vorstellungen, hauptsächlich von physischer Be- 
deutung, weiterhin im Zusammenhang (S. 45. ff.) wird 
Rechenschaft gegeben werden. Hier hebe ich nur noch 
einige Handschriften aus späterer Zeit hervor, die in ihren 
Miniaturen jede eine Reihe von mythologischen Vorstel- 
lungen umfassen. 
Es sind zwei Handschriften aus dem zehnten Jahr- 
hundert. 
9. Die eine ans dem Anfang desselben enthält eine 
griechische Catene zu den Psalmen und Gesänge der 
1) Platner Beschr. Roms. II, 2. S. 350. 
2) diägincourt Pitture Tav. XXVIII-XXX. 
3) Rumohr Italien. Forsch. Th. I. S. 166 f.
        

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