Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021897
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lllosaiken in christlichen Kirchen, ganz besonders aber 
Zahlreiche Miniaturen, namentlich in Handschriften der 
ganzen heiligen Schrift und einzelner Theile derselben 
(Psalterien, Evangeliarien), sowie liturgischer Bücher. 
2. Nach der geographischen Vcrtheilung, wobei für 
manche Denkmäler zu unterscheiden ist zwischen dem Ort, 
wo sie gefunden sind und wo sie aufbewahrt werden. 
In beiderlei Hinsicht ist Rom am reichsten, wegen seiner 
Cömeterien, Kirchen und Museen; im südlichen Frankreich 
finden sich einige altchristliche Sarkophage; Paris besitzt 
einen Schatz von Miniaturen; wichtige Denkmäler ent- 
halten auch die Bibliotheken und Museen von Wien, Mün- 
chen, Berlin und Kopenhagen.  Eine Uebersicht aller 
im Folgenden zur Erörterung kommenden Kunstwerke nach 
dem Ort ihrer Aufbewahrung werde ich am Schluss in 
einem geographischen Register geben. 
3. Nach der chronologischen Folge. Die Zeit vom 
Anfange der christlichen Kunst bis zu ihrer Vollendung 
im sechzehnten Jahrhundert lässt sich in Beziehung auf 
das Vorkommen mythologischer Vorstellungen in drei 
Perioden theilen. Die erste, vom Anfang der christlichen 
Kunst etwa im dritten Jahrhundert bis in's achte Jahr- 
hundert, umfasst die Zeit der Einwirkungen des noch 
lebendigen Heidenthums und seiner unmittelbaren Nach- 
Wirkungen: die junge christliche Kunst bildete sich nach 
den Vorbildern der antiken Kunst und nahm mythologische 
Motive unbefangen aus ihr herüber, aber auch vermöge 
einer Vermischung heidnischer und christlicher Vorstel- 
lungen wurden solche Motive dargestellt. l 
In der zweiten Periode von der Zeit Karls des Grossen 
bis zu Ende des zwölften Jahrhunderts hat diese Ein- 
wirkung nachgelassen: die mythologischen Motive, die 
sich nun vorfinden, sind nicht sowohl von heidnischen 
Kunstdenkmälern abgesehen, sondern entweder aus dem
        

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