Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021884
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Wenn nun der Kunst mythologische Vorstellungen 
relativ nothwendlg scheinen, wie sie auch bis auf diesen 
Tag sich behauptet haben; so wird eine geschichtliche 
Orientirung über dieselben vielleicht auch von praktischem 
Interesse sein für die Ausübung der Kunst. Denn wenn 
der Künstler überlegt, wie er dahin gehörige Motive zur 
Anschauung bringen möge, ohne dem Charakter der christ- 
lichen Kunst etwas zu vergeben; so werden die Vorbilder, 
welche aus einer mehr als tausendjährigen Geschichte, dem 
Zeitalter vom Anfange der christlichen Kunst bis zu ihrer 
Vollendung hervorgehen, sei es durch Beispiel, sei es 
durch Warnung, einen Fingerzeig geben: sie werden er- 
kennen lassen, wie weit die Kunst, die von dem in der 
Kirche waltenden Geist getragen wird oder sich leiten 
lassen will, eigenthümliche Vorstellungen der antiken Kunst 
nachzubilden berufen ist. 
Eintlxeilung. 
Die Werke der christlichen Kunst, die hier in Be- 
tracht kommen, lassen sich nach einem vierfachen Ge- 
sichtspunkt ordnen. 
i. Nach der Art der Kunst. Es sind sowohl Sculpturen 
als Malereien. Zu der ersteren Art gehören Sarkophag- 
reliefs und geschnittene Steine; sodann Elfenbeinschnitz- 
werke, welche theils als Diptychen auf Altären, theils 
in dem Deckel kostbarer Bücher , besonders Evangeliarien, 
gebraucht" wurden, und einige Schnitzwerke in Holz. 
Ferner sind zu bemerken Münzen und Arbeiten in Metall, 
besonders in Gold- und Silberblech, zu Altartafeln und 
heiligen Gefässen. Werke in runder Figur kommen sehr 
selten vor und erst gegen Ende des Zeitalters, das uns 
hier beschäftigt.  Von der andern Art sind einige 
Wandgemälde in den altchristlichen Katakomben, ferner
        

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