Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021845
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Gebiet allgemein menschlicher Vorstellungen die antike 
Kunst auch auf den Inhalt der altchristlichen gehabt hat, 
ist bedeutend. Davon ist aber hier nicht die Beide: das 
gehört, soweit die Vorstellungen symbolischer" Art sind, 
in den folgenden Band. Hier sollen nur die Vorstellungen 
von mythologischem Gehalt in der christlichen Kunst auf- 
gesucht werden. 
Bedeutung 
der 
Aufgabe. 
Die Untersuchung der mythologischen Vorstellungen 
in der christlichen Kunst bietet ein mehrfaches Interesse 
dar: nicht nur ein kunstgeschichtliches, sondern auch ein 
theologisches, sofern der Gegenstand für die Kirchen- 
geschichte und selbst die allgemeine Religionsgeschichte 
von Bedeutung ist. 
Das lcunstgesclzichtliche Interesse überhaupt bezieht 
sich, abgesehen von den Personen, den Künstlern und 
ihrem Bildungsgang, der allerdings im hohen Grade die 
kunstgeschichtliche Forschung in Anspruch nimmt, auf 
die Werke der Kunst: es ist die Kenntniss derselben und 
in ihnen vor allem die gesammte künstlerische Technik, 
einschliesslich der Composition, welche eigentlich den Stoff 
der Kunstgeschichte giebt. Der Technik, also der Dar- 
Stellung gegenüber kommt aber das Dargestellte in Be- 
tracht,  die Idee, zu welcher der Künstler aufblickt 
und die er in seinen Werken ausprägt. Wie der Cha- 
rakter eines Zeitalters überhaupt davon abhängt, welche 
Ideen in ihm herrschend sind, so ist der Charakter einer je- 
den Kunstepoche verschieden je nach den Ideen, die bei den 
Künstlern in Umlauf sind und zur Darstellung gelangen 1). 
S0 ist auch, um den sittlichen Charakter der griechischen Kunst 
überhaupt in's Licht zu setzen, vornehmlich die IIVahl der
        

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