Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026777
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J. 1521 1).  Allesammt finden sich die zwölf Sibyllen 
in Holzschnitten abgebildet in denn vorhin (S. 479.) er- 
wähnten Volksbuch,  jedes Bild eine Quartseite ein- 
nehmend, jede Sibylle mit einem Spruchzettel, der den 
Anfang ihrer Weissagung enthält, welche auch vollständig 
nebst parallelen prophetischen und apostolischen Aus- 
sprüchen mitgetheilt wird. Jedem Bilde nehmlich geht 
voran oder folgt eine Nachricht von der betreffenden 
Sihylle „Leben, Wesen und Weissagung." Ihr Wesen 
wird also angegeben. Die Persische Sibylle ist mit Gold 
geziert und geschleiert; die Libica hat einen Rosenkranz 
auf ihrem Haupt; die Delphica ist schwarz bekleidet, hat 
ein Horn in ihrer Hand; die Chimcria ist hübsch von 
Angesicht, langen Haares; die Samia hat unter ihren 
Füssen ein Schwerdt und eine Hand auf ihre Brust ge- 
legt; die Cumana mit tmhedecktem Haupt ist gekleidet 
mit einem güldenen Kleide, in der Rechten hat sie ein 
aufgethanes subtiles Buch und in der Linken ein Buch 
auf ihrem Knie; die Hellespontia ein alt Weib mit einem 
beurischen Purpurkleide angethan, gebunden mit einem 
alten Weiler, um ihre Kehle hat sie ein alt verworfen 
Kleid gewickelt; die Phrigia ist gekleidet mit einem 
rothen Kleide, in blossen Armen, ihr Haar über ihren 
Rücken flatternd, sie zeigt mit einem Finger nach oben; 
die Europea jung mit einem rothfarben scheinenden An- 
gesicht, ihr Haupt umwickelt mit einem feinen Schleier, 
bekleidet mit einem rothen güldenen Kleide und hat ein 
Brieflein in ihrer Hand; die Tiburtina, mit einem rothen 
Kleide, hat eine Bockshaut von oben herab auf den Hals 
über die Schultern gehen, unbedeckte Haarlocken und 
I) Abgebild. 
Taf. 6. 
in den Curiositäten Bd VII. Weinlar, 1818. S. 238- 
242.
        

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