Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026643
490 
Antonio da Trento 1).  Auch ein Holzschnitt in dem 
Deutsch-römischen Brevier (Venedig, 1518) am Rande zu 
Anfang des Ofticium der Himmelfahrt Mariä enthält jenes 
Bild, wobei aber die Sibylle als die Cumanische bezeichnet 
wird (B1. 401.  
In Frankreich findet sieh die Tiburtinische Sibylle, 
welche dem Kaiser Augustus das Kommen des Sohnes 
Gottes offenbart, unter den Holzschnitten in den Heures 
zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts 2). Man sieht 
diese Scene auf Tapeten aus eben der Zeit im Museum 
Cluny zu Paris, auf welchen übrigens die Geburt Christi, 
die Ankunft der Hirten und der h. drei Könige, so wie 
Scenen aus der Leidensgeschichte dargestellt sind 3). Und 
in einem Glasgemälde, jetzt in einer Kapelle der Kathedrale 
zu Sens, einem Hauptwerk des Jean Cousin 4), welches 
aber durch einen Kanonensehuss in den letzten Kriegs- 
zügen der Verbündeten Schaden genommen hat. 
Die 
Sibyllen 
überhaupt. 
Nicht weniger sind die Sibyllen überhaupt sowohl 
in Fresco- und Glasmalereien, als in Staifelei- und 
Miniaturbildern zumal seit dem funfzehnten Jahrhundert 
zur Darstellung gekommen,  eine Aufgabe, die selbst 
die ersten Meister in der Epoche der vollendeten Kunst 
beschäftigt hat. Jedoch nicht bloss die Maler, sondern 
auch die Bildhauer: die Reihe dieser Seulpturen beginnt 
aber schon mit dem zwölften Jahrhundert. 
1. Aus dem Ende des zwölften Jahrhunderts sind 
die Bildwerke der Sibyllcn, welche man in der Kathedrale 
Bartsch 
I) Vasari Leben der Maler III, 2. S. 333. B: 
grav. T. XII. p. 90. 
2) Langlois Essai sur la calligr. p. 156. 
a) Guilherlny in Didron Annal. archöol. Vol. I. 
a) De Lubordc Monum. de la Fr. T. II. p. 34. 
Peintrc
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.