Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026563
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Himmel wird der König kommen, der es in Ewigkeit 
sein wird u. s. w." Sogleich öifnete sich der Himmel 
und er sah dort eine Jungfrau in herrlicher Schönheit, 
auf einem Altar stehend, mit einem Knaben auf dem Arm 
und hörte eine Stimme; haec ara lilii dei est. Der Kaiser 
betete darauf an und that dem Senat die Vision kund. 
Diese Vision ereignete sich in dem Gemach des Augustus, 
wo jetzt die Kirche S. Maria in' Capitolio ist,  welche 
daher. den Namen hat S. Mariae Ara coeli 1). 
Durch die Legenda aurea ist diese Geschichte sehr 
verbreitet worden: sie kehrt daher (ohne den Namen 
der Sibylle) öfters wieder. Namentlich heisst es in dem 
Speculum humanae salvationis 2) vom J. 1324 (s. oben 
S. 153): 
Non solum autem Christus ortum suum Judaeis praenlonstravit, 
sed paganis etiam patefacere non recusavit.  
Circa idem tempus Octavianus toti orhi dominabatur, 
et ideo a Bomanis tanquam deus reput-abatur. 
Ipse autem Sibillam prophetissam consulebat, 
si in mundo aliquis et major futurus erat. 
Eodem die, quum Christus in Judaea nascebatur,  
Sibylla Bomae circululn aureum juxtn solem contemplabatnr: 
In circulo illo virgo pulcherrixxla residebat, 
quae puerum SPGCiOSiSSiIIIIJIII in grcmio gerebat. 
Quod illa Caesari Octaviano nmnstravit 
et regeln potentiorenl ipso natnm esse intimavit.  
Potemiam hujus regis Caesar Augustus formidavit 
et ab omnibus deus vucari et reputari recusavit. 
Sage an 
zwischen 
Ferner führt Petrarca die 
Papst Clemens V1.3), also 
in seinem Briefe 
1342  1352 : 
an 
1) Vergl. Platner Beschreib. Roms III, 1. 
2) Cap. VIII. Tertia Iigura. 
3) Petrarc. Epist. Lib. II. ep. 5. Opp. 
p. 1347. col. 1. 
348. 
667. 
Basil. 
1554. 
fol.
        

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