Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026338
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einen aus dem Vaticanisehen Cömeterium 1) ist in der 
Mitte Christus auf einem Berge stehend zwischen zwei 
Palmbäumen vorgestellt, deren einer den Phönix trägt, 
 wie Christus auch sonst zuweilen (Bottari T. I. Tav. 
XXXV.) zwischen diesen Bäumen erscheint. Und wie 
sonst zuweilen ZWlSClIGII den andern dort vorgestellten 
Personen der heiligen Geschichte ein Palmbaum ange- 
bracht ist (ebendas. Tav. XXI. XXIIIJ; so sieht man 
denselben mit einem Phönix auf einem Sarkophag des 
Vatieanisehen Cömeterium, der jetzt in der Peterskirche 
steht, so wie auf einem Sarkophag zu Arles2).  Die 
Bedeutung des Phönix an dieser Stelle wird in den an- 
geblichen Aeten der Cäcilia erklärt 3) bei Gelegenheit 
des Grabmals, welches sie dem Maximus errichtet haben 
soll, der von dem Märtyrer Valerian unter Hinweisung 
auf das Beispiel des Phönix zur Ueberzeugung von der 
Auferstehung geleitet und dann selbst Märtyrer geworden 
war: sie liess in seinem Sarkophag, heisst es da, einen 
Phönix einbauen, um den Glauben dieses Märtyrers vor 
Augen zu stellen, der durch das Beispiel des Phönix 
sich hatte belehren lassen, er werde der Auferstehung 
theilhaftig werden.  
Auch ein Wandgemälde, welches in einer im Jahre 
1812 entdeckten altehristlichen Kapelle bei den Thermen 
des Titus eine Nische über dem Altar einnimmt4) und 
1) Bosio p. 63. Aringhi T.I. p. 295. Bottari T. I. Tav.XXII. 
2) Der erstere bei Bosio p. 75. Aringhi T. I. p. 307. Bot- 
tari T. I. Tav. XXVIIL;  der andere bei Millin Voy. dans 
le midi de la France T. III. p. 533. P1. LXIV. fig. 4. 
3) Bei Surius De probat. Sanct. histor. Novemb. 22. T.VI. p. 512. 
4) Abgebildet bei Marulli Lettera sopra un" ant. Cappella Crist 
nelle Terme di Tito. Napol. 1813. 8. und in den Menlorie en- 
ciclop. per 1816. Nov. Tav. XXI. p. 157. Von dem Gemälde 
spricht auch Niebuhr in d. Beschreib. Roms III, 2. S. 226.
        

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