Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1026305
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des Herrn (Joh. X, 18): ich habe Gewalt, mein Leben 
zu lassen und es wieder zu nehmen, kein anderer ver- 
mag es mir" zu nehmen.  Allerdings entspricht eine 
solche Anwendung der von Alters her überlieferten Be- 
deutung des Phönix, als eines Symbols oder vielmehr 
Unterpfandes der Erneuerung und ewigen Fortdauer: 
während die andern dogmatischen Deutungen der popu- 
lären Betrachtung ferner liegen. 
Demnach ist auch zunächst in dieser Bedeutung der 
Phönix unter die christlichen Kunstvorstellungen aufge- 
nOmmen. 
Die 
Kunstvnrstel 
Iung_ 
Im 
christlichen 
Alterthum. 
In 
der 
altchristlichen 
Kunst 
ist 
eine 
zwiefache 
wendung dieses Bildes zu unterscheiden. 
i. Die erste ist nur die Fortsetzung des frühern 
Gebrauchs auf Kaisermünzen. Wie der Phönix auf Münzen 
Hadrians erscheint als Sinnbild des wiederhergestellten 
„goldenen Zeitalters" laut der Umschrift; so kommt er 
in derselben Bedeutung vor auch auf Münzen sowohl 
Constantin's des Grossen als seiner Söhne, des Constans 
und Constantius. Erstens auf einer seltenen Silbermünze 1), 
so wie auf Erzmedaillons 2) Constantin's des Gr. sieht 
man den Kaiser auf einem Harnisch sitzend, und vor ihm 
eine jugendliche Gestalt (das ist einer seiner Söhne) 
stehend, eine Trophäe tragend und mit einem Panther 
neben sich, die eine Kugel, auf welcher ein Phönix steht, 
1) Banduri Numism. imp. Rom. T. II. p. 253. und not. 
2) Banduri l. c. p. 256. 257. 297. abgebild. p. 217. 
Mionnet De 1a raretä des mäd. Rom. T. II. p. 229. 
man Catal. of rare and uned. Roman coins Vol. ll. 
wo auch eine Abbildung gegeben ist.
        

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