Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025945
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unmittelbar nach den Propheten und Weissagungen des A. T. 
als "Philosophen Griechenlands, die von der Menschwerdung 
Christi geweissagt haben", aufgeführt 1) : Apollonius, Solon, 
Thucydides, Plutarch, Plato, Aristoteles, Sophokles?) Jeder 
wird kurz beschrieben, wie er zu malen sei, und Sprüche 
werden ihnen in den Mund gelegt von der Einheit und 
der Dreieinigkeit Gottes, von der Weltschöpfung, Mensch- 
werdung und dem Tode Christi.  Ausgeführt ist der 
Gedanke, jedoch mit Abweichungen, in der kleinen Kirche 
des Klosters Iviron auf dem Berge Athos a): die offene 
Vorhalle derselben schmücken die grossen Gestalten des 
Plutarch, Thucydides, Sophokles, Plato, Aristoteles, Chilon 
und Solon,  jeder mit einem Bande, worauf ein christ- 
licher Spruch steht. 
Dagegen nicht ohne eine politische Beziehung, wie 
der Ort dazu Veranlassung gab, zur Erinnerung an die 
Grösse des heidnischen Rom, sind vornehmlich dessen 
Helden, Staatsmänner und Weise in der Vorhalle der 
Kapelle des öffentlichen Palastes zu Siena von 'l'addeo 
Bartoli im J. 1414 dargestellt 4): Aristoteles, Cäsar, 
Pompejus, Cicero, Cato, Curius Dentatus, Seipio Nasica, 
Furius Camillus und Scipio Africanus,  wie auch die 
beigeschriebenen lateinischen Verse ihre l-Ieldenthaten 
rühmen; während unter dem Bogen die Boma mit den 
Figuren des Jupiter, Mars, Apollo und der Pallas er- 
scheint. Doch hat diese Roma mit ihren Göttern und 
1) (D ionysiu s) lIIanuel (Piconogr. gxxet laL. parDidron  
2) Worauf noch Philo, Thulis König von Acgypten, Bilemn (4. Mos. 
XXIV.) und die Sibylle folgen. 
3) Didron Not. zu dem Manuel diconogr. gr. et lat. 11'151. 
4) della Valle zum Vasari I. S. 405. der d. A., und ausführ- 
licher, wobei auch die Inschriften mitgetheilt werden, Lettere 
Sanesi T. II. p. 188 sqq. Runlohr Italien. Forsch. Th. II. 
S. 220. 395.
        

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