Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025926
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trojanische Pferd und die Einnahme Troja's (96. 97), ferner 
Ulysses bei den Cyclopen  Circe verwandelt die 
Gefährten des Ulysses in Schweine   theils aus 
andern Mythenkreisen, namentlich Kadmus, der den Drachen 
tödtet  Hercules, der den Löwen bekämpft  
Jason und drei Drachen  Orpheus die Harfe spielend 
 Theseus und Pirithous am Höllenschlund  
Perseus tödtet die Gorgo (55) und befreit die Andro- 
meda  Aber auch spätere Fabeln aus Ovid und Musäus 
sind aufgenommen: Pyramus und Thisbe, Hero und Lean- 
der (38. 42), einmal auch eine historische Scene: Tomyris 
und Cyrus, dabei das mit Blut gefüllte Gefäss  
Zuletzt kommt die Cumäische Sibylle und Kaiser Augustus 
(100). Freilich weiset nicht bloss der Schluss auf die 
Erscheinung Christi, sondern das Ganze auf das spätere 
Mittelalter hin, in dessen Sinn die Malereien entworfen 
und ausgeführt sind: ein Gemälde Achilles und Polyxena 
gleicht der Todtenfeier in einer katholischen Kirche, ein 
anderes hat den Ulysses als Erfinder des Schachspiels 
zum Gegenstand (93. 83),  nicht zu gedenken, dass 
Götter und Helden durchaus in der Tracht des vierzehnten 
Jahrhunderts erscheinen. 
Seit 
Anfang 
des 
funfzehnten 
Jahrhunderts. 
Noch allgemeinere Interessen, als welche schon im 
vorigen Zeitalter sich geltend machen, wirkten seit An- 
fang des funfzehnten Jahrhunderts, um Aufgaben aus dem 
Heroenmythus den Künstlern zu empfehlen. Man erfasste 
sie sowohl in einem universal- und religionsgeschicht- 
liehen Zusammenhang, wodurch sie christlichen Vorstel- 
lungen zur Voraussetzung dienen, als nach ihrer poetischen 
und plastischen Bedeutung, wodurch sie selbständig auf- 
treten konnten. Und für beides konnte auch da, wo man
        

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