Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025885
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Wie eben diese Vorstellung gegen Ausgang des 
Mittelalters wiederkehrt, in Sculpttiren, Malereien und auf 
Münzen, soll sogleich nachgewiesen werden, sobald wir 
die künstlerische Würdigung des Heroenmythus überhaupt 
von dem Wendepunkt an, da sie mit neuer Liebe sich 
geltend macht, bis zu jener Epoche werden verfolgt 
haben. 
Seit 
der 
Wiederherstellung 
der 
Kunst. 
Bis 
ZU 
Ende 
des 
vierzehnten 
Jahrhunderts. 
Dädalus 
und 
Orpheus, 
Hercules 
mfd 
Hector. 
Seit der Wiederherstellung der Kunst zeigt sich auf 
diesem Gebiet, gleich wie bei den Vorstellungen aus der 
Götterfabel, grössere Mannichfaltigkeit, da die Kunst auch 
der Heroengeschichte in immer weiterem Umfang sich 
bemächtigte. Dies hatte seinen Grund zuerst in einem 
wissenschaftlichen oder künstlerischen Interesse für solche 
Heroen, denen eine besondere Kunstfertigkeit, wichtige 
Erfindungen beigemessen wurden, dann in der neu- 
erwachtcn Theilnahme für die heidnische Mythologie über- 
haupt, aus welcher bei dem ritterlichen Geist des Zeitalters 
die Heroensage als Geschichte besonderes Interesse ein- 
flössen musste. 
In ersterer Hinsicht ist vor allen Dädalus als Heros 
der Kunstfertigkeit gefeiert. Wie schon früher ein be- 
rühmter Architekt des eilften Jahrhunderts Buschetto, der 
Erbauer des Doms zu Pisa, in seiner Grabschrift mit 
Ulysses und mit Dädalus 1) verglichen wird, als welche 
1) Cicognara Stor. d. scult. T. II. er]. in 80. p. 
Nigra donü laherinfus erat tua Dedale laus E, 
At sua Buscketu splendida templa probant.
        

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