Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025836
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canticuzn novum. Dieser Psalm preiset die Herrlichkeit 
Jehova's: wie er gross und furchtbar ist über alle Götter, 
denn alle Götter der Heiden sind Dämonen (v.  Jehova 
aber hat den Himmel gemacht: daher die Aufforderung 
an alle Lande, ihn anzubeten, vor ihm zu zittern und 
fröhlich zu sein, da er kommt _zu richten die Erde. Darin 
liegt also auch der Triumph des Reiches Gottes über die 
Heidenwelt. Wenn hier nun Hercules als Sieger über 
den Löwen erscheint; so ist der Löwe ohne Zweifel 
Symbol der dämonischen Gewalt, welche die Heiden ver- 
iinstert hat,  Hercules aber (wie er auch auf einem 
Taufstein von Jacopo della Quercia vorgestellt ist einen 
Centauren tödtend neben David als Löwenbezwinger) ist 
Typus jenes grossen Siegers, der dem Teufel die Macht 
genommen und seine Werke zerstört hat (Hebr. II, 14. 
1 Joh. III,  
llvroen. 
Im 
christlichen 
Alterthum. 
Von den beiden Heroenmythen, die in der altchrist- 
lichen Kunst vorzugsweise zur Darstellung gekommen sind, 
bezieht sich der eine auf die wunderbare Gewalt, welche 
Orpheus durch seinen Gesang über die Natur ausgeübt 
haben soll. Hiervon ist schon früher die Rede gewesen 
(S.  da Orpheus dann als Typus Christi aufgefasst ist. 
Dagegen seiner eigentlichen Bedeutung nach, d. h. um 
Seiner selbst willen, ist auf Denkmälern des christlichen 
Alterthums nur der folgende Mythus, ein Ereigniss aus 
der mythischen Geschichte Roms, vorgestellt.
        

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