Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025313
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lichen Denkmälern vorkommt, aber ursprünglich heid- 
lnisch ist l). 
Auch einige Malereien hat das christliche Alterthum 
aufzuweisen mit Genien, die in Bewegung und 'l'hätigkeit 
sind. In einem Wandgemäilde des Cömeterium der Agnes 2) 
sieht man in der Mitte eines Bogens einen Hirsch, zu 
beiden Seiten auf einander zuschreitend einen Genius 
mit einem Stab auf den Schultern und einem Korb mit 
Früchten. Dies Bild erinnert an die im Alterthum wie 
bei den Christen geltende Sitte, die Gräber mit Blumen 
zu schmücken. Noch mehr tritt es in eine Reihe mit 
der Darstellung; von Genien, die mit der Weinerndte 
beschäftigt sind. Woran sich gewissermaassen die Genien 
der Jahreszeiten tlllSCllllßSSßll. Beides Vorstellungen, die 
auf christlichen Denkmälern mehrmals erscheinen (s. S. 28. 
S. 209 ff. und unten S.  
Sehr interessant sind inanniehfache Scenen von Genien 
in einem Miniaturgciniilde der Wiener Handschrift des 
Dioscorides. Dasselbe ist kreisrund und abgetheilt durch 
zwei in dem Kreise beschriebene, in einander geschobene 
Quadrate: das dadurch entstandene grosse Aehteck ent- 
hält das Hauptbild, die Juliana, Tochter des Olybrius, 
mit allegorischen Figuren (s. unten S. 58,  In den 
acht äusseren Fehlern aber, deren Malereien auf blauem 
Grunde jedoch meistens verlöscht sind, erscheinen, nackte, 
geflügelte Knaben, beschäftigt, so viel man noch erkennen 
kann, mit Ausübung der Künste, namentlich der Archi- 
L 
Münter a. a. O. scheint den christlichen Ursprung des Glases 
für augenscheinlich zu halten dieser Inschrift wegen; s. ilagegen 
über dieselbe Buonarroti Vasi di vetro p. 206. 
ßosio p. 443. Aringhi T. lI. p. 181. Bottari T. Ill. T'ai: 
CXXXIX.
        

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