Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025234
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Zuweilen sind auch, gleichfalls nach antiken Vor- 
bildern 1), zwei Genien mit dem Brustbild des Verstorbenen 
vorgestellt. S0 sieht man auf einem Sarkophag in Mai- 
land 2) in der Mitte der ohern Abtheilung zwei Brust- 
bilder, Mann und Frau, in einem Medaillen, welches von 
Genien gehalten wird. Auch über dem Brustbild erscheinen 
sie eine Muschel, welche dasselbe enthält, zu beiden Seiten 
anfassend, auf einem Sarkophag aus dem Vaticanischen 
Cömeterium 3). 
Beide Vorstellungen zugleich zeigt ein Sarkophag zu 
Arles 4), auf dessen Vorderseite in der Hauptahtheilung 
zu beiden Seiten des Kreuzes mit dem Monogramm Christi 
die zwölf Apostel erscheinen: in der Mitte der oberen 
Abtheilixng aber wird eine unbeschriebene Tafel von zwei 
Genien gehalten,  während zu beiden Seiten je zwei 
Genien ein Medaillen halten, das eine mit einem männ- 
lichen, das andere mit einem weiblichen Brustbild, ohne 
Zweifel die Bilder zweier Gatten, die in dem Sarkophag 
bestattet sind.  Diese Knabenflguren sind sämmtlich ge- 
flügelt, die beiden in der Mitte auch bekleidet, die vier 
andern haben nur die Chlamys umhängend. 
 Zwei Genien ein Brustbild haltend auf einem Sarkophag im 
Capitol. llluseum, Platner Besehr. Roms III, 1 S. 149; zwei 
Genien über dem Brustbild des Verstorbenen, Galler. Giustinian. 
T. II. Tal). 96. 97.  99. 
2) Allegranza Spiegaz. p. 52. Tav. IV. 
3) Bosio p. 91. Aringhi T. I. p. 323. Bottari T. I. Tav. 
XXXVI.  Dagegen sind auf einem Sarkophag aus dem Cö- 
meterium der h. Agnes (Bosio p. 431. Aringhi T. II.p.167. 
Bottari T. III. Tav. CXXXVII.) statt dessen über den Brust- 
bildern zweier Gatten zwei weibliche Figuren, bekleidet und 
ohne Flügel, vorgestellt,  von denen Bottari vermuthet, dass 
sie zwei eheliche Tugenden bedeuten mögen. 
4) Millin l. c. T. III. p. 548. Pl. LXV, 3.
        

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