Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025102
336 
dem eine Zeichnung desselben vorhanden ist 1), Andrea 
del Sarto 2), dem sonst mythologische Aufgaben fremd 
sind, und Paolo Veronese. Ein eben so beliebtes Thema 
ist die Danae, welche von Correggio, Giulio Romano 
(ein Carton), Polidoro da Caravaggio, Mabuse (1527), 
Tizian, dann auch von Annibale Caracci dargestellt ist. 
Antiope mit Jupiter als Satyr ist von Correggio, Tizian 
(die Venus del Pardo) und in Fresco von Giulio Romano 
im Badezimmer des Cardinal Bibiena. Dazu kommen von 
Correggio I0 von der Wolke umarmt 3), von Tizian die 
Entführung der Europa, von Giulio Romano die fünf 
Cartons aus der Gallerie Orleans, Jupiters Liebschaften 
mit der Juno, I0, Danae (eben schon erwähnt), Semele 
und Alcmene darstellend.  Des Bacchus Ankunft auf 
Naxos und Bacchus mit Ariadne hat Titian in zwei Ge- 
mälden dargestellt, später auch Guido Reni.  Mars, 
Venus und Amor ist nach einer Zeichnung von Andrea 
Mantegna von Marc Antonio (1508) gestochen; gemalt 
von Perino del Vaga, eine sehr freie Darstellung im 
Louvre; von Giovanni Battista, Schüler des Giulio R0- 
mano; auch von Niederländischen Meistern ist diese Scene 
ausgeführt, in einem Kupferstich von Lucas von Leyden 
(1530), in einem Gemälde von Franz Floris (1547) 4). 
1) Passavant Raphael von Urbino Th. II. S. 546. Zwei andere 
Compositioncn desselben Gegenstandes von einem Schüler Ba- 
phaels, nicht von ihm selbst, s. ebendas. S. 486. 655 f. 
2) Ehemals in der Gallerie Orleans, im J. 1835 im Besitz des 
Kunsthändl. Nieuwenhuys, s. Waagen Kunstw. u. Künstler in 
England Th. I. S. 509.  Sonst ist von Andrea del Sarto aus 
dem klassischen Alterthum entlehnt nur noch eine Lucretia, 
ferner Cäsar und die tributbringeixde 'l'hierwelt, ein Fresco- 
gemälde vom J. 1521. 
a) In der K. Gemäldegallerie zu Berlin n. 216; seine Leda eben- 
das. n. 218. 
4) Ebendas. n. 698.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.