Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1025020
328 
nackten Gestalten, welche für Jupiter Pfeile schmieden. 
An der Grenze dieses Zeitalters, es überragend, steht der 
grosse Florentiner Leonardo da Vinci (1452-1519), 
von dem zwei Arbeiten seiner Jugendzeit hierher ge- 
hören: ein Medusenkopf in Oel gemalt, welcher in der 
Florentinischen Gallerie gezeigt wird, und eine verloren 
gegangene Zeichnung, Neptun auf seinem Wagen, der 
auf stürmendem Meer von Seepferden gezogen wird, um- 
geben von Winden und Meergöttern; sonst ist neben 
mannichfaltigen wissenschaftlichen und mechanischen For- 
schungen und Arbeiten seine Kunst ausschliesslich christ- 
lichen Vorstellungen geweiht mit Ausnahme einer Leda 
mit dem Schwan, die von ihm gezeichnet, vielleicht auch 
gemalt worden. 
Endlich ist noch ein Zeitgenosse Leonardo's nicht zu 
übergehen, Francesco Francia aus Bologna (1450- 
1518), dessen Sinn auch vorzugsweise auf biblische, 
namentlich Neutestamentliche Gegenstände gerichtet war: 
Vasari erwähnt nur eine einzige Darstellung aus dem 
Kreise des klassischen Alterthums, seine Lucretia. Doch 
zeigt sich ein mythologisches Interesse in seinem Bildniss 
des Doria, der als Neptun dargestellt ist, mit dem Drei- 
zack und einem Delphin zu seinen Füssen, freilich aus 
späterer Zeit vom J. 1512, in der Dresdener Gallerie. 
Und auch direct sind mythologische Gegenstände von ihm 
behandelt, wie aus einer Anzahl Kupferstiche des Marc 
Antonio hervorgeht, die nach Zeichnungen des Francesco 
Francia gefertigt sind 1); namentlich Apollo und Hyacinth 
(1506), Vulcan nebst Venus und Amor, das Urtheil des 
Paris, Venus dem Aeneas erscheinend und andere Scenen 
des I-leroenmythus. Es mögen aber auch diese Zeichnungen 
Passavant 
VOII 
Rafael 
Urbino 
575.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.