Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024630
289 
Engel stets coelites 1). Die Lehre vom Sündenfall wird 
durch den Satz angekündigt, es solle jetzt der Phaeton 
des Menschengeschlechts in Betracht gezogen werden 2). 
Natürlich wird die Hölle ganz nach heidnischer Art be- 
nannt 3): erebus, orcus, tartarus, wobei auch die Höllen- 
flüsse Cocytus, Avernus, Styx erwähnt werden; sogar 
der Name Ditis antrum kommt wiederholt vor 4). So 
werden auch die Verstorbenen als Manes aufgeführt 5). 
Die Heiligen aber haben das Prädikat divus, welches hier 
gewöhnlich den Aposteln und grossen Kirchenlehrern bei- 
gelegt wird ö): zumal der divus Thomas (von Aquino) 
erscheint fast auf jeder Seite T), da der Verfasser durchaus 
von ihm abhängig ist. Ausserdem erhalten die hervor- 
ragendsten Kirchenlehrer ehrende Epitheta, die auf spe- 
eiellere heidnische Vorstellungen zurückgehen: Augustinus 
heisst theologorum deus und Pythicus theologiae vates, 
Thomas von Aquin Apollo Christianorum und Duns Scotus 
Argus theologorum S).  So war selbst in die Wissen- 
1) Nur die Ueberschrift p. '15. b. lautet de angelis, im Text wird 
stets jener Name gebraucht. Derselbe findet sich p. 10. b. 
14. a. 16. b. 19. a. 28. a. 29. b. 42. a. 44. a. 
2) Ibid. p. 21. o. 
a) Ibid. p. 29. b. 45. a. 
4) Ibid. p. 36. b.: major pars (theologorum) eo delabitur, ut Ditis 
antrum velit in quatuor distributum esse partes. p. 40. a.. reis 
in Ditis antro. 
b) Ibid. p. 36. b. 45. b. 
G) divus Matthaeus p. 37. n; d. Marcus p. 29. b; d. Johannes 
p. 36. u; d. Paulus p. 4. b. 21. b; d. Dionysius p. 8. a; 
d. Augustinus p. 4. b. 9. u. 17. b. und öfter; d. Gregorius 
p. 39. b; d. Anselmus p. 22. a; d. Bonaventura p. 9. n.  
Oefters ist auch von dem divorum coetus die _Iiede p. 12. b. 28. b. 
 Insbesondere p. 5. a: largo haustu divinitatis compos divus Thomas. 
B) Ibid. p. 19. b. 33. b.  p. 18. b.  p. 27. h.  Dazu wird 
noch Aristoteles durch einen Namen aus dem Heroenmythus aus- 
gezeichnet, als syllogismorum Daedalus p. 18. b. 
Piper, Mythol. u. Symbol. d. chr. Kunst. I. 19
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.