Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024594
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Wunder Christi. Tödtliche Fieber, heisst es unter anderm, 
würden vor ihm weichen und der Zorn der Diana sich 
legen; selbst die Furien würden zum Tartarus vertrieben 
und Besessene geheilt werden 1); auf dem Meere werde 
er wandeln und kaum seinen Fuss benetzen -2) 
Vixque undas sicco tanget pede: scilicet olli 
Adnabunt blandae Nereides, hunnida passim 
Sternent se freta; Lum fundo Neptunus ab imo 
Excitus agnoscet dominum, positoque tridente 
Cum Phorco Glaucoque et semifero comitatu 
Prosiliet trepidusque sacris dahit oscula plantis. 
S0 werden hier schliesslich evangelische Geschichte 
und Götterfabel mit einander vermischt. 
In demselben Geschmack hat Petrus Bembo (geb. 
1470, Cardinal seit 1539, gest. 1547) gedichtet auch da, 
WO der Gegenstand auf christliche Gedanken hätte leiten 
müssen. In seinen Epitaphien werden die Verstorbenen, 
Z. B. ein Jacobus Gallus  1505) und Hercules Strozza 3), 
mehrentheils auf ganz heidnische Weise gefeiert. Und 
eben so in einem Hymnus der h. Stephanus 4), dem, wie 
er den Himmel offen sah (Apostelgesch. VII,  selbst 
der pater divüm cum compare nato in seiner Herrlichkeit 
mitten auf dein Olymp sich zu sehen gegeben habe: 
ebendaselbst heisst Christus der Heros magnanimus, Maria 
die candida Nympha; den Schluss macht das Gebet: iras- 
que averte deorum. 
5. Aber auch in Prosa, in den Briefen an seine 
Freunde sind dem Bembo heidnische Betheuerungen (ita 
I) Ibid. III, 352. 384 Sqq. 
2) Ibid. III, 472_477. 
5) Bembo Carmin. in s. Opel-e, Venez. 1729. 
4) Ibid. p. 351. 
352. 
353.
        

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