Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024463
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erinnert 1); sondern auch am Schluss desselben, um mit 
ihrer Hülfe christliche Mysterien zu singen 2): 
HochheiPg-e Jungfraun, Wenn ich öfter schon 
Frost, Hunger, Wachen treu für euch ertragen, 
Jetzt treibt der Anlass mich, jetzt f0rdr' ich Lohn: 
Lasst auf mich her des Pindus Wellen schlagen, 
 Urania sei meine Helferin, 
Was schwer zu denken ist im Lied zu sagen. 
Wiederum zu Anfang des Paradieses ruft er Apollo den 
Musageten an 3): 
Apollo, GüVger, leil1' mir deine Töne 
Zum letzten Werk  maclf ein Gefäss aus mir, 
Werth, dass es dein geliebter Lorbeer kröne. 
Mir gnügf Ein Gipfel des Parnass bis hier, 
Doch soll der Rennbahn Ziel den Sieger grüssen, 
S0 fleh' ich jetzt um heid' empor zu dir. 
Den Odem hauclf in mich, den reinen, süssen, 
Dass du hier stark, wie bei dem Wettkampf seist, 
Den lllarsyas kämpfV, um frevlen Stolz zu büssen. 
Und gleich darauf beruft er sich noch einmal auf Apollo 
und die Musen sämmtlich 4): 
1) Dante Purg. l, 8-12. Streckf.: 
O heil'ge Blusen, da ich euer bin! 
Hier mög' empor Kaiiiopeiai streben! 
Sie folge mir mit jenem Ton dahin, 
Dcss Streich, die armen Elstern einst erschreckend, 
Verzweiflung bracht" in ihren stuizcn Sinn. 
2) Purg, XXIX, 37 ff. 
a) Par. I, 13 ff. 
4) Par. II,  Wichtig ist hier die Variante mwve ßIuse 
(statt nove Muse), wonach der Dichter für die hühern Oiien- 
barungen des Paradieses auf neue Musen sich verlassen würde. 
Innere Gründe jedoch sind dieser Leseart nicht günstig. Nicht 
allein hat er in dem vorhergehenden Gesange an die Musen 
sich gewendet, die bisher ihm geholfen, sondern es wird ferner- 
hin noch die Kalliope angerufen, Par. XVIII, 82-86., so wie 
der Polyhymnia und ihrer Schwestern gedacht, Par. XXIII, 56.
        

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