Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024288
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Das 
Vorbild 
der 
Antike. 
Es ist schon früher die Rede davon gewesen (oben 
S.  dass der Wiederhersteller der Kunst, Nicola 
Pisano, durch antike Vorbilder geweckt, mehrfach Per- 
sonen der heiligen Geschichte nach dem Typus von 
Göttergestalten dargestellt hat. Das ist jedoch nur eine 
äusserliche Uebertragung ihrer Ziige. 
Aber an die Idee, dass die heidnischen Götter Dä- 
monen seien, die auch in einem altern Kunstwerk nach- 
gewiesen ist (oben S. 120  schliesst sich eine andere 
Vorstellung dieses Meisters. In seinem jüngsten Gericht 
an der Kanzel zu Pisa vom J. 1260 ist der Beelzebub in 
Gestalt eines Satyr gebildet 1). Also hat nach dem Vor- 
gang des Alanus in seinem encyclopädiscben "Gedicht 
Nicola Pisano in der bildenden Kunst den Anfang ge- 
macht, mit den Dämonen des Heidenthums die Hölle 
ausznrüsten,  eine Vorstellung, zu deren weiterer 
Ausführung bald darauf durch die Poesie Dante's An- 
regung gegeben wurde. 
Benutzung mythologischer Vorstellungen 
im vierzehnten Jahrhundert. 
des 
Zwei befreundete Männer sind es, die zu Anfang 
vierzehnten Jahrhunderts auch in dieser Hinsicht eine 
Epoche bezeichnen, Dante und Giotto. Vornehmlich wird 
es hier unsere Aufgabe sein, die mythologischen Bestand- 
theile in den Werken des ersteren darzulegen, um dar- 
nach den weitreichenden Einfluss, den sie auf die bildende 
Kunst gehabt haben, zu würdigen. 
F ü r s t e r Beiträge zur neueren 
Kunstgcsch. S.
        

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