Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024146
240 
Bruder (Pluto dem Jupiter) die Herrschaft bestreite 1). 
Indessen steigen die Laster aus dem Plutonischen Reich 
hervor und verbreiten sich auf Erden 2): 
Jam pestes Erebi, scelerunn contagia, monstra 
Inferni, cives Plutonis, noctis aluuuni 
'l'artareum chaos egressi funrluntur in orbexxl. 
Unter ihnen wird auch die Venus genannt. Es gelingt 
ihnen aber nicht, den göttlichen Menschen zu bewältigen. 
Von den 'l'ugenden besiegt, iliehen sie in's Sehattenreich 
zurück 3): 
regna silentum 
Jam scelerum superata cohors in regna 
Arma refert,   
  et Stygias fugit indignata sub 
umbras. 
2. Die nächste Eneyclopädie befolgt eine andere, 
nehmlich die biblisch-historische Methode. Es ist der 
Hortus delieiaruin der Herrad von Landsperg um 1175 
(s. oben S.  ein Werk, das in seinen zahlreichen 
Miniaturen mythologische Vorstellungen aller Art enthält, 
 namentlich auch solche, deren Gegenstand Kunst und 
Wissenschaft und sittliehes Leben betrifft. Indem dasselbe 
die biblische Geschichte von der Schöpfung der Welt bis 
I) VIII, 6. p. 405: 
Nuntia Fama volat et vcris falsa maritans 
In Superus Furias, in" caelunl regna sik-nlum 
Conspirasse refert Blaues, Erebixlue tyrnnnum 
Tartareum reserasse chaos fratrique negare 
Regna ncc ulterius pncem concedere mundo. 
Monstraque mentimr monstris majura loquendn  
Dum sceleri scelus accumulat FIIPÜSQUG turorem 
Addit et Eumenides solito plus passe fatetur. 
'l'besiphones cumulat iras augctque Mogaeram, 
Saevior assurgit Pluto, fit Inajor Erinnys, 
Desinit esse triceps inferui janitor, ora 
Mille rapit, proprios Alecto duplicat angues. 
I) vln, v. p. 406. 
a) IX, 8. p. 414 sq.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.