Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024121
238 
Nunc alget meus ille meus calor, immo caminus, 
Qui Solis flammas urit, succendit in undis 
Neptunum, Bacchum bacchari cogit et ipsum 
Fulminat igne Jovem, Superis furatur honorem 
Numinis et multos cogit servire potentes. 
Nunc mea tela jacent, quibus olim victus Achilles 
Cessit, degeneri mentitus veste puellam." 
Auch wird des Thyesteischen Mahles gedacht, von dem 
Phöbus sich abgewandt 1),  und der Macht des Ge- 
sanges, wodurch der Thracische Sänger selbst den Pluto 
zur Güte genöthigt und die Furien besänftigt habe 2). 
Noch auffallender ist es, dass auch in die Gegen- 
wart heidnisch-mythologische Elemente übertragen oder 
wenigstens mythologische Namen in die christliche Alle- 
gorie des Gedichts verflochten werden. Namentlich ist 
von den Parcen die Rede, dass sie dem Schöpfer zur 
Seite stehen. Denn als Gott die von ihm erbetene Seele 
schafft, indem er von dem Noög eine neue Idee, ein 
Urbild sich geben lässt, wonach er dieselbe formt, heissl 
es weiter 3): 
Adsunt factori Parcae cumulantque decorelwl 
Facturae,    multa dote salutant 
Ortam, felici claudentes omine fatum. 
Wie auch vorhin zusammengestellt werden 
lischen Ideen, die Urbilder der Menschen, 
die himm- 
ferner die 
1 In dem schönen Wort der Concordia II 5. 
7 
Si mea jura , meas Ieges, mea foedera Innndus 
Olim servasset, vel adhuc servaret amoris 
Vincula, nun tantis gemeret sub oladibns orbis. 
Nun cocnam fratrum, nun cnenae_ilesset ahusum 
Phoebus et errantis naturae crimüla lngens 
Nuctis abusivae tenebras legasset in orbem. 
2) III, 5. p. 353: 
fractoque rigore 
Cnmpulit Eumenidcs lacrymis, Ditemque coegit 
Esse pium Furiasque suum nescire furorem. 
3) VI, 8. p. 387.  
In 
338:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.