Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024094
pädie der Wissenschaften sowohl nach der allegorischen 
als nach der biblisch-historischen Methode, theils die 
Poesie. Und zwar die letztere nicht allein als Helden- 
und Minnegesang,  auch auf dem encyclopädischen 
Gebiet ist es die Poesie, welche im Dienst der Wissen- 
schaft mythologische Elemente eingeführt hat. 
Die 
Encyclopädie. 
1. Im zwölften Jahrhundert nehmlich umfasste Alanus 
ab Insulis die Encyclopädie der weltlichen Wissen- 
schaften so wie die Dogmatik und Moral in einem alle- 
gorischen Gedicht von neun Büchern 1), dessen Zweck 
iSt, den Weg aus der Welt zu Gott zuzeigen und wie 
durch Gott und die Natur ein neuer Mensch hervorge- 
bracht wird, der im Kampf der Tugenden mit den Lastern 
sich zu bewähren hat. Dies wird dramatisch durchgeführt. 
Die Natur kommt mit den Tugenden überein, um dem 
eingerissenen Verderben zu steuern, von Gott eine neue 
Seele zu erbitten. Sie senden deshalb die Prudentia auf 
einem Wagen, der ein Werk der sieben freien Künste 
iSt, gen Himmel, von wo dieselbe durch die Theologie 
und den Glauben zu Gott geführt wird. -Auf ihr Flehen 
erschafft Gott eine Seele, welche von ihr aus dem Himmel 
herabgebracht und der Natur übergeben wird. Diese giebt 
der Seele einen Körper, und alle Tugenden schmücken 
den neuen Menschen mit ihren Gaben. Darüber erschrecken 
die Laster: vereint unternehmen sie den Kampf wider den 
göttlichen Menschen und dessen Tugenden, worin sie aber 
Unterliegen.  In dieser Encyclopüdie wird in der Be- 
Schreibung der Wßscnschaftevt deren Ausbildung in dem 
heidnischen Alterthum zum Grunde gelegt; aber auch die 
Dichtungen desselben werden berücksichtigt: wobei der 
J 
Seinem 
Antictaudiaruas. 
Vergl. 
oben 
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