Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1024025
228 
1032, gestorben 1075. In drei Abtheilungen sieht man 
unten die Ermordung des Grafen Dahnace durch Robert, 
seinen Schwiegersohn und deren Sühnung;  darüber 
erst eine Kirche, dann eine Feuersäule, das ist das Fege- 
feuer, aus welchem Robert herauskommt, von Heiligen 
in Empfang genommen, darauf seine Fahrt zu dem Aufent- 
halt der AIISGTWähIIGII: in der Barke sind -ausser dem 
Robert ein Steuermann und zwei Heilige, der eine mit 
einem Buch, der andere stützt sich auf ein Schwert;  
in dem obersten Felde erscheint Gott Vater zwischen an- 
betenden Engeln. 
2. Eine Vorstellung der andern Art findet sich in 
einer Tradition über Dagobert I.  638), welche zuerst 
mit Berufung auf eine alte Aufzeichnung, die von dem 
Bischof Audoenus herrühren solle, bei dem ungenannten 
Geschichtschreiber von St. Denis 1), vielleicht zu Anfang 
des neunten Jahrhunderts, vorkommt, dann von Aimon, 
Mönch zu Flenry, gegen Ende des zehnten Jahrhunderts 
und so ferner wiederholt ist. 2) Ansoaldus, Bischof von 
Poitiers,  so wird berichtet  landete auf der Rück- 
kehr von Sicilien an einer kleinen Insel, wo ein Eremit 
Johannes lebte, der ihm folgende.Erscheinung erzählte. 
Als er einst von Wachen und Fasten ermüdet einge- 
schlafen, sei ein Greis zu ihm gekommen, habe ihn ge- 
weckt und ermahnt, für die Seele des Dagobert, der 
gerade an dem Tage gestorben sei, zu beten] Als er 
dies gethan, habe er plötzlich unweit im Meere seheuss- 
liche Dämonen gesehen, welche den König Dagobert in 
einem Kahn über das Meer führten und unter Schlägen 
1) Anonym. Gesta Dagoherti c. 44. bei Bouquel; T. II. p. 593. 
2) Aimon De gest. Francor. Lib. IV. c. 34. bei Bouquet T. III. 
p. 135, Grandes chroniques de France; Dagob. c. 19. T. I. 
p. 381. ed. Paris.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.