Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021546
XXIV 
Vorstellungen in symbolischer Bedeutung herüber- 
genommen sind. Uebrigens aber bewegt sich die- 
selbe rein innerhalb der Kirche, in welcher der 
einfältige Glaube mit der strengen Wissenschaft 
und beide mit der Kunst sich vereinigt haben, die 
Schätze christlicher Erkenntniss in Symbolen aus- 
geprägt z11r Anschauung zu bringen. Vor allem 
wird dadurch das Verhältniss des Alten zum Neuen 
Testament gezeichnet und so die christliche Gnosis 
auch von dieser Seite angebaut. Ueberdies greift 
die künstlerische Symbolik des Mittelalters in alle 
grossen Fragen der Dogmatik von der Theologie 
bis zur Eschatologie ein. Wie nun die Denkmäler 
der Kunst mit denen der Literatur sich gegenseitig 
erläutern; so ist es von Seiten der evangelischen 
Theologie nicht allein ein Akt der Gerechtigkeit 
gegen eine grosse Geschichte, sondern im Interesse 
der Selbsterhaltung, dass sie mit den dort darge- 
botenen Anschauungen ihr christliches Bewusstsein 
bereichere. Denn die evangelische Kirche datirt 
nicht erst seit der Reformation, sie ist so alt als 
das Christenthum selbst: und WO irgend in der 
gesammten Kirche ein Reis aus apostolischem Samen 
entsprossen ist, das gehört dieser Kirche an und 
es ist Pflicht ihrer Theologie, es zu verpflanzen, 
damit es für dieselbe Frucht bringe. 
Die erste Frucht für die Kirche, das heisst für 
die Gemeinde, Welche hier zu gewinnen ist, be- 
steht darin, dass derselben christliche Erkenntniss
        

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