Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023730
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wird. Meist giebt bei jenen Denkmälern nur eine In- 
schrift Zeugniss, dass sie eine christliche Bestimmung 
gehabt haben, oder dies ist anderweit bekannt:  wes- 
halb bei manchen wieder die Auskunft offen bleibt, dass 
sie ursprünglich Werke heidnischer Kunst und erst später 
von Christen nur in Gebrauch genommen sind. 
Aber auch Vorstellungen, die tiefer in die Mythologie 
hineinführen, finden sich an Grabstätten, die für christlich 
gelten: Scenen der Einführung in die Unterwelt und des 
Erscheinens vor den unterirdischen Göttern,  denen 
gegenüber Scenen des Triumphes und der Bekränzung 
durch Victorien zu bemerken sind.  Diese Gebilde 
scheinen mir aber gar nicht hierher zu gehören, da ich 
bezweifeln oder geradezu verneinen muss, dass es christ- 
liche Grabslätten sind, an denen sie erscheinen. Von 
ihnen soll hier zuerst die Rede sein. 
Phaetods Fall, die Dioscuren und Leda. 
Rlercurius. Pluto und Proserpina. 
Es sind theils Sarkophage, theils Wandgemälde, die 
bei entschieden heidnischen Kunstvorstellungen ohne hin- 
reichenden Grund für christliche Denkmäler angesehen 
sind. Nehmlich die letztern nur wegen des Ortes, an 
dem sie sich finden, die erstem aber, weil man in dem 
Bildwerk selbst Zeichen des christlichen Bekenntnisses 
wahrzunehmen geglaubt hat.  
Sarkophage. 
Des 
gehalten 
einen Sarkophags, der für ein christliches Werk 
ist, im Louvre 1), gedenke ich nur, um dies 
I) Abgebildet bei 
192. n. 780. 
Clarac 
Musäe 
de 
sculpt. 
II 
787.
        

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