Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023706
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Beide Ausdrücke finden sich auch bei dem Fortunatus, 
in Beziehung auf das Abscheiden des Märtyrers Saturninus, 
von dem er sagt 1): 
und 
in 
Hac ope de terris auimam lransmisit 
einem andern Gedicht 2): 
tristis 
Martyr ovans coelos retinct,  tu livida, 
Biers, inimica Libi Tartara nigra colis; 
S0 wie der letztere öfters in seinen-Epitaphien. Sie sind 
auch in der christlichen Hylnnologie gebraucht: das Wort 
Tartara ebenfalls bei Fortunatus 3) in seinem Hymnus 
paschalis: 
Namque triumphanti post tristia 'l'artara Christa; 
der andere Ausdruck bei Paul Warnefried 4) in einem 
Hymnus auf Johannes den Täufer, worin der Engel, der 
die Geburt desselben demZacharias verkündigte, bezeichnet 
wird als 
Olympo. 
Nuncius celso veniens 
Sogar eine der Parzen, Lachesis und die Tänarischen 
Wasser (von dem Berge Tänarus in Laconien, wo der 
Eingang in die Unterwelt sein sollte) werden aufgeführt 
in einer Grabsclirift vom J. 442 n. Chr, welche aus dem 
Cömeterium der Agnes im J. 1603 ausgegraben und von 
Reinesius, Fabretti u. A. unter die christlichen lnschriften 
I) Fortunat. Opp. P. I. Lih. II. c. 12. p. 53. ed. Luchi. 
2) Ibid. c. 11. p. 52. 
a) Fortunat. Hymn. pasch. v. 5. in Daniel Thes. hymnol. I. 
p. 170. Vergl. in den Epitalzhien des Fortunatus, Opp. P. I. 
Lib. IV. c. 2. p. 120: postquam sydereus disrupit Tartara prin- 
ceps; und cap. 5. p. 124: postquam remeans domuit fera Tartara 
Christus. Ferner Lib. VIII. c. 11. p. 292: tempore vernali, 
dominus quo Tartara vicit. 
4) Paul. Diac. De S. Joann. bapt. v. 5. bei Daniel I. c. p. 209.
        

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