Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023589
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münzen, die zu Ehren des Anastasius geprägt sind, Ohne 
Namen des ostgothischen Königs (Theoderich), erscheint 
eine schreitende oder stehende Victoria, die in der Rechten 
einen Kranz, in der Linken ein Kreuz oder einen Palm- 
zweig, auf den Schultern ruhend, hält 1). Ebenfalls eine 
schreitende Victoria mit Kranz und Palme in den Händen 
sieht man auf Kupfermünzen des Theodahat (5341-5536)?) 
so wie auf autonomen Kupfermiinzen von Ravenna 3). 
Sie findet sich ferner auf fränkischen Goldmünzen 
unter Theodebert I. (534-548), dessen Brustbild die 
Vorderseite einnimmt meist mit der Umschrift THEODE- 
BERTUS VICTOR 4). Auf der Rückseite mehrentheils mit 
der Umschrift VICTORIA AUGGG erscheint die Victoria 
stehend, entweder von der Seite, mit der einen Hand 
einen Kranz emp0rhaltend,_  wie sich dies Gepräge in 
der Regel auf den Drittel-Solidis findet 5). Doch ent- 
halten einige derselben auch das Bild der Victoria von 
vorn, mit einem Kranz in der Linken und einem Kreuz 
Rechten einen Kranz hält, auf der linken Schulter eine Trophäe 
trägt, s. Friedländer Die Münzen der Ostgothen. Berl. 
1844. S. 9. 
1) Friedländer a. a. O. Taf. III. (Unbest. 2. 3.) S. 55. 56. 
vergl. S. 15.  Ein Exemplar der erstem in der K. Sammlung 
zu Berlin. 
i) Friedländer a. a. O. Taf. II. (Theodah. 4.) S. 39.  Sechs 
Exemplare in der K. Sammlung zu Berlin. 
a) Friedländera. a. O. Taf. III. (Ravcnn. 3.) S. 60. 
4) Voillemier De prem. monnoies d'or Meroving. et spec. de 
quelques-unes de Theodeb. 1., in der Revue nuxnism. 1841. 
p. 116-123. Pl. IV. V. Die beiden Haupttypen, sofern die 
Victoria entweder von vorne oder von der Seite gesehen wird, 
giebl. auch Lenoir lllonum. de la France. 1840. p. 11. Pl. VIII. 
11g. 11. 13. s. auch fig. 9. 
i) Revue numism. l. c. Pl. V. fig. 2. 4. 5-10.  Ein Exemplar 
in der K. Sammlung zu Berlin.
        

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