Volltext: Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert (Bd. 1, Abth. 1)

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Kugel mit Sternen hält, auf welcher die Victoria steht 
mit Kranz und Palmzweig in den Händen. 
Zweitens sieht man häufig auf den Münzen der Kaiser 
von Constantin dem Grossen bis auf Heraclius I. eine 
schreitende Vietoria. Zuweilen hält sie Kranz und Trophäe 
in den Händen, wie auf Münzen des Constans und des 
Zeno,  oder Kranz und. Palme, wie auf Goldmünzen 
Justiniaifs I. 1) 
Drittens wird öfters die Victoria vorgestellt den Kaiser 
gbekränzend,  wie Gregor von Nazianz 2) bemerkt in einer 
Rede", die er nach dem Tode Kaiser Julian's  363) 
geschrieben: „Die Kaiser liebten es, verschiedene Vor- 
Stellungen ihren Bildern beimalen zu lassen: entweder die 
angesehensten Städte Geschenke darbriilgend oder Victoriexi 
ihr Haupt bekränzendff S0 sieht man die Victoria hinter 
dem Kaiser stehend auf Münzen des Constans, des Con- 
stantius und Vetranio (wie vorhin erwähnt),  auch 
des Jovian, des Nachfolgers Julian's des Apostaten. 
Ein vierter Typus ist eine schwebende Victorie in 
halber Figur zwischen zwei auf Einem Thron sitzenden 
Kaisern, über deren Häuptern ihre Flügel sich ausbreiten, 
 auf Goldmünzen des Valentinian I., Valens 3), Gratian, 
Magnus Maximus und Eugenius 4). 
1) Pinder und Friedländer Die Münzen Justinian's S. 23. 
und blass mit Kranz S. 24. 
2) Gregor. Naz. Adv. Julian. prior Invectiv. (Ürat. IV.) c. 80. 
T. I. p. 116. u. 
3) Ueber ein Exemplar dieser Münze des Valens zu Trier, s. Chas- 
sot von Florencourt in den Jahrb. des Vereins von Alter- 
thumsfreunden im Rheinlande, H. IV. S. 114. Taf. III. iig. 4. 
4) Bei Valens, Maximus und Eugcnius wird dieser Typus erwähnt 
von Eckhel 1. c. p. 155. 165 sq. 167.  Diese Münzen 
sämmtlich (bis auf die des Valens) sind im Museum zu Berlin, 
unter den ausgelegten Münzen. 
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