Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023529
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der andern das Labarum mit dem Monogramm Christi hält, 
auf Münzen des Magnentius, Jovian 1), Valentinian I. und 
Valens 1). 
Mannichfach ist der Typus, in welchem die Victoria 
auf den Münzen der christlichen Kaiser gebildet wurde. 
Am gewöhnlichsten erscheint sie erstens mit oder ohne 
Kugel unter den Füssen auf der Hand des Kaisers: wie 
auf den schon erwähnten Münzen C0nstantin's des Grossen, 
 ferner des Valens 3), Gralian, Honorius und Avitus 
(i. J. 455. 456). Nicht selten erscheinen auch die Städte 
Constantinopel oder Rom in weiblicher Figur mit der 
Victoria auf der Hand,  namentlich auf Münzen des 
Constantius, Valentinian (I. oder  Valens  Theo- 
dosius des Gr., Arcadius und Theodosius II. Während 
aber die Tyche von Constantinopel auf einer Münze des 
letztern die Victoria auf der Hand hält, hält sie auf einer 
andern Münze desselben die Kugel mit dem Kreuz.  
Auch ein elfenbeinernes Diptychon 5) (worauf ich unten 
S. 56. zurückkommen werde), früher in Florenz, jetzt in 
Wien, ist zu bemerken mit den Figuren von Rom und 
Constantinopel, von denen die letztere in der Linken eine 
1) Eckhel Doctr. numm. T. VIII. p. 122. 147. 
2) Goldmünzen des Valentinian I. und des Valens zu Berlin, a. a. O. 
3) Goldmedaillen des Valens im Museum zu Wien, abgebildet bei 
Steinbüchel Pl. III, 1. p. 24, 10. 
4) Die Tyche von Constantinopel, welche die auf dem Weltball 
stehende Victoria auf der rechten I-Iand trägt, auf Goldxnedaillons 
des Constantius und Valens, im Museum zu Wien, h. Stein- 
büchel Pl. I, 5. 6. p.  21, 5. 6. Die Tyche von Rom 
und die von Constantinopel, jede die auf dem Weltball stehende 
Victoria auf der Hand haltend, auf einem Goldmedaillen Valen- 
tinian's zu Berlin a. a. Ü. 
5) Bei Gori Thes. vet. diptych. T. II. Tah. III. zu p. 182. und 
genauer Tab. IX. zu p. 258.
        

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