Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023499
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Kugel stehend anzeigt. Auch bei einer ReiterstatueJusti- 
man's I. im Hippodrom ist von einer Alim; arsrpauqcpögog 
die Rede 1); doch scheint vielmehr diese Statue selbst 
allegorisch so genannt zu werden: und sollte die Orts- 
angabe auf einer Verwechselung beruhen, so dass hier 
das im Augusteum errichtete Standbild des Kaisers ge- 
meint wäre, .s0 ist gewiss, dass bei diesem keine Victoria 
sich befand 2). 
3. Auf den römisch-griechischen Münzen aber ist die 
Victoria beibehalten von dem ersten christlichen Kaiser 
Constantin dem Grossen an bis unter die Regierung des 
Heraclius I. (610-641). Sie ist dort ebenfalls theils 
einfach theils zu zweien vorgestellt. 
Die zwei Victorfien erscheinen gewöhnlich stehend 
und halten einen Kranz oder Schild mit einer Votivzahl, 
M wie sie schon früher z. B. auf Münzen des Carus und 
Carinus (mit der Inschrift VOTIS X in dem Kranz) vor- 
kommen 3). S0 sieht man sie mit der Inschrift VOT. XXX 
auf einem grossen Goldmedaillen Constantiifs des Grossen 
Orient. T. I.) sagt bei Beschreibung derselben Statue nichts 
von diesem Bilde. 
I) In einem Epigramln, Jacobs Antholog. Gr. T. IV. p. 105. 
n. 19. v. 3.: 
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zai o": psmvguigv 1116119 ELPECÖIIIEVOIP 
wo die Nim; Grözpmlqvpögo; für ein Standbild der Victoria von 
Heyne l. c. p. 50. genommen wird. Wahrscheinlich aber ist 
dieser Ausdruck Apposition zu rzcölor, s. Jacobs Animadv. 
Vol. III. P. I. p. 264. 
2) Wie aus der ausführlichen Beschreibung bei Procop. De aedif. 
I, 2. erhellt. Daher ist es irrig, dass I-Ieyne, der (wie auch 
Banduri Imp. Orient. T. II. p. 841.) beide Standbilder identi- 
licirt, doch noch von der Victoria spricht. 
a) Bei Steinbüchel Notice sur les Mäd. Rom. en or du Musee 
dc Vienne Pl. IV, 8. p. 30, 8.
        

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