Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023391
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Erz hier besonders zu bemerken sind. Erstens mit der 
Umschrift MABTI PATRI CONSEBVATORI Mars nackt, 
hehelmt, mit der Rechten auf eine Lanze sich stützend, 
mit der Linken einen auf der Erde stehenden Schild 
haltend 1); mehrere Exemplare haben unten die Buch- 
staben PTR, sie sind also in Trier geprägt. Zweitens 
mit der Umschrift MABTI CONSERVATORI das Brust- 
bild des Mars, zuweilen mit den Gesichtszügen Con- 
stantiifs 1), (wie auch Mars in ganzer Figur mit den 
Gesichtszügen des Kaisers auf Erzmünzen desselben vor- 
gestellt ist  hier wird also der Kaiser als Mars ge- 
feiert, wie es längst üblich war, die Kaiser und Kaiserinnen 
auf ihren Münzen mit dem Charakter von Gottheiten zu 
bekleiden. 
Die zahlreichen Münzen dieses zwiefachen Gepräges 
enthalten noch keine Spur des christlichen Bekenntnisses. 
Nun finden sich aber zwei Münzen, auf denen eben diesem 
Gepräge das Monogramm Christi beigefügt ist. Erstens 
eine Erzmünze zweiter Grösse, welche das behelmte 
Brustbild des Constantin (oder des Mars mit den Zügen 
Constantiifs) mit der Umschrift MABTI CONSEBVATOBI 
zeigt und auf dem Helm das Monogramm Christi 4). 
Zweitens eine Erzmünze erster Grösse mit der Umschrift 
MARTI PATRI CONSERVATORI und den Buchstaben 
PTR in der Exergue, auf welcher Mars in ganzer Figur 
erscheint, gerade so wie in dem zuerst erwähnten Typus, 
I) Banduri Numism. imp. Rom. T. II. p. 253. p. 263. col. 2. 
p 264. col. 1. Tanini Suppl. ad Bandur. p. 269. 
2) Banduri I. c. p. 253. p. 298. Erznnünze, welche das Brust- 
bild des Mars mit den Gesichtszügen Constantin's enthält, p. 276. 
col. 1.  
s) Ibid. p. 268  vergl. das. not. 2. 
4) Tanini l. c. p. 271 col. 2.
        

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