Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023388
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uf 
117.611. 
 Allerdings bedingt unter Constantin dem Grossen, 
wie früher (S. 37) bemerkt ist, der Wendepunkt in der 
Staatsreligion auch eine Aenderung in den Münztypen, 
so dass Vorstellungen von entschieden heidnisehem Be- 
kenntniss beseitigt wurden. Doch finden sich nicht allein 
ausnahmsweise auf den Münzen seiner Regierung heid- 
nische Götterhilder zusammen mit christlichen Kennzeichen; 
sondern es pflanzen sich ferner unter den christlichen 
Kaisern mythologische Vorstellungen von untergeordneter 
Bedeutung noch Jahrhunderte auf den Münzen fort. 
Apollo. 
N1 a rs. 
Wenn auch bei dem Gange, den die religiöse Ueber- 
zeugung C0nstantin's genommen hat, die Vermischung 
heidnischer und christlicher Motive auf Münzen seiner 
Regierung nicht auffallen würde; so kömmt doch diese 
sehr selten und nur auf Kupfermünzen (die nicht un- 
mittelbar unter kaiserlicher Auctoritat geprägt sind) vor. 
Von den Constantinischen Kupfermünzen, welche das 
Bild des Apollo nebst dem Zeichen des Kreuzes enthalten, 
ist schon früher (S. 14.) die Rede gewesen, sofern dort 
Apollo als Typus Christi gedeutet werden kann. Ich er- 
wähne sie hier noch einmal, da doch diese Vorstellung 
des Sonnengottes in dem Typus Christi nicht ganz auf- 
geht, sondern noch einen Rest heidnischer Denkweise 
enthält. 
Derselbe Synkretismus zeigt sich auf einigen Kupfer- 
münzen Constantin's des Grossen mit dem Bilde des Mars 
und dem Monogramm Christi.  Häufig ist die Vorstel- 
lung des Kriegsgottes auf den Münzen aus seiner vor- 
christlichen Zeit, von denen zwei Typen in Silber und
        

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