Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021495
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Judenthum und Heidenthum gleich 1); so darf man 
diese Lehre, wenn auch mit einiger Behutsamkeit, 
sich aneignen, erstens sofern von beiden, dem 
Judenthum wie dem Heidenthum, zu demselben 
übergegangen werden soll als einem andern und 
der Jude wie der Heide in ihm, was seine Fröm- 
migkeit betrifft, ein neuer Mensch wird; sodann 
aber nicht um das Judenthum neben dem Heiden- 
thum als Abtrünnigkeit herabzusetzen, sondern um 
das Heidenthum neben dem Judenthum als Offen- 
barungsstufe zu erheben. Wenn sogar vom Stand- 
punkt der heidnischen Philosophie Plato ein llfwöi; 
dznmffwv genannt ist, so wird um so weniger die 
christliche Theologie der Anforderung sich ent- 
ziehen, der Kirche von dem Zusammenhang pla- 
tonischer Weltweisheit mit der Offenbarung Rechen- 
schaft zu geben,  ein Gegenstand, der vermöge 
seiner nicht bloss religionsgeschichtlichen, sondern 
tief eingreifenden dogmengeschichtlichen Bedeutung 
auch mehrfach in neuerer Zeit in Erwägung ge- 
zogen ist. Es kann jedoch nicht ausreichen an 
einzelnen eminenten Punkten den Zusammenhang 
des Christenthums und der christlich-kirchlichen 
Wissenschaft mit dem heidnischen Alterthum zu 
würdigen; sondern es muss der gesammte religions- 
geschichtliche Prozess zumal des griechischen Hei- 
denthums verfolgt werden bis an den Punkt, wo 
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S ch l ei erm ache r Christi. Glaubensl.
        

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