Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023375
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Motive nur in Beiwerken zur Verzierung angebracht sind, 
 in welchem Fall nur die Verbindung antiker und christ- 
licher Kunstweise, ohne strengere Rücksicht auf den Ge- 
halt der antiken Kunstvorstellung, zu bemerken ist. 
Ein merkwürdiges Beispiel dieser Art will ich gleich 
voranstellen. 
zur Verzierung. 
Satyrköpfe 
Es ist eine Vase aus schwarzem geädertem Marmor, 
die erst vor kurzem zu Rom in der Werkstätte eines 
Bildhauers ausgegraben und in die Sammlung des Collegio 
romano gekommen ist 1). Sie ist ganz geformt, wie die 
altgriechischen Vasen, hat eine Höhe von etwa vier Fuss 
und gegen zwei Fuss im Durchmesser und wird in das 
vierte, vielleicht fünfte Jahrhundert unserer Zeitrechnung 
gesetzt. 
Die obere Abtheilung derselben unter dem leicht 
umgebogeneil Rande enthält zwei christliche Vorstellungen 
in Belief: die Mutter mit dem Kinde, zu dem von jeder 
Seite drei anbetende Männer raschbetvegt schreiten (eine 
Vorstellung, die nicht vor dem fünften Jahrhundert ge- 
läufig wird),  und Christus auf dem Thron von den 
Aposteln umgeben.  Die untere Aussenseite dagegen 
schmücken Akanthusblätter und andere Zierrathen in an- 
tiken Formen,  wobei selbst ein Paar Satyrköpfe nicht 
fehlen, 
Das ist aber nur Nebenwerk und im Gedanken nicht 
zu urgiren. Der Gedanke des Kunstwerkes ist wesent- 
lich christlich. 
Anders 
ist 
GS 
in 
den 
folgenden 
Denkmälern. 
L 
I) Nachricht von derselben giebt eine Corresp. 
Augsb. Allg. Zeitung 1845, 20. Oct. Beilage S. 
(las Tüh. Kunstblatt 1845. N0. 99. S. 416. 
aus Rom in der 
2339. Darnach 
11a-
        

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