Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023173
143 
die christliche Kunst ein ganz anderes 
als jenes furchtbare, in welchem die am, 
Eidiächer- darstellte 1). 
Wellrichter hat 
Bild aufgefasst, 
Kunst Zeus den 
S. 21. Parallelen der Mythen- und Profange- 
schichte mit der evangelischen Geschichte. 
 i. Jener [lebergang von der Vorstellung des Jupiter 
zu dem wahren Gott oder dem Sohne Gottes gehört einer 
allgemeinen Richtung an, welche Personen und Ereig- 
nisse der biblischen und Profangeschichte in innere Ver- 
bindung zu bringen liebte. 
Diese Tendenz ruht zuerst auf einem geschichtlichen 
Interesse. Es war anfänglich nur eine chronologische 
Zusammenstellung, dass man in die Folge der biblischen 
Geschichte einzelne hervorragende Momente der Profan- 
geschichte einreihte. So geschah es in einem Geschichts- 
werk aus der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts, 
der Historia scholastica des Petrus Comestor, welche die 
ganze heilige Geschichte nach der Reihe der historischen 
Bücher des Alten und Neuen Testaments durchgängig mit 
Erklärungen und Zusätzen enthält, wobei auch die Profan- 
geschichte berücksichtigt ist: es werden aus ihr theils 
kurze Notizen, wie es scheint aus der Chronik des Hie- 
ronymus (unter der Aufschrift Incidentia) beigefügt, hin 
und wieder aber auch einige längere Erzählungen mit- 
getheilt. Dies Buch ist das Handbuch der biblischen 
Geschichte im Mittelalter geworden. So wurde man also 
inmitten derselben auf die Profangeschichte hingewiesen. 
1) Doch hat auch in neuester Zeit an der Kirche von S. Denys 
die Figur Christi im jüngsten Gericht, der, wie vielen anderen 
Bildsätilen, in der Revolution der Kopf abgeschlagen war, bei 
der Restauration den Kopf des Olympischen Jupiter erhalten,  
welches gerügt wird von Didron Annal. archeol. VoLI. p. 232.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.