Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023108
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nehmlich finden sich Münzen Gratian's mit dem Bilde der 
Isis oder des Anubis. Ich vermnlhe, dass mit diesen 
auch die Münze mit dem Bilde des Hercules aus Aegyptexi 
stammt,  gleich jenen zahlreichen Münzen mit ägyptischen 
Götterhildern und derselben Aufschrift 1), die unter Jnlian 
dem Apostaten ohne Zweifel in Aegypten geprägt sind 
und auch noch unter den folgenden christlichen Kaisern 
Jovian, Valentinian (I. oder II.) und Valens, also bis in 
die Regierungszeit des Gratian vorkommen. Hiernach würde 
jene Münze den Gratian persönlich und seine Regierung 
gar nicht angehen, und dem christlichen Bekenntniss ganz 
fremd sein. 
SO 
Theseus. 
Dagegen findet sich eine typische Beziehung des 
Theseus wegen seines Kampfes mit dem Minotaurus auf 
den David, der den Goliath besiegte. 
Der Kampf des Theseus mit dem Minotaurus ist im 
Alterthum häufig von den zeichnenden Künsten behandelt: 
man sieht diese Scene besonders auf Vasen, seltener in 
Sculpturen, unter anderem auf einem (schon oben S. 133. 
erwähnten) Sarkophag im Museum zu Cöln aus dem Ende 
des zweiten Jahrhunderts. Aus späterer Zeit sind auch 
mehrere römische Fussboden mit dieser Vorstellung zu 
bemerken 2): namentlich ein Mosaik, zu Pompeji im J. 1835 
ausgegraben 3), aus Chieti (im Museum zu Neapel) und 
von Gaeta, ferner ein Mosaik, welches zu Aix im J. 1790 
1) Eckhel Doctr. numm. T. VIII. p. 136. 148. 151. 155. 
2) S. Stephani Der Kampf zwischen Theseus und Minotaurus 
S. 75. Welcker Sarkophag im Museum zu Cöln (an dem 
oben S. 133. Anm. 1. angef. O.) S. 115. 
a) Abgebild. bei Zahn Pompeji, Herk. und Stabiä. Zweite Folge, 
Taf. 50.
        

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