Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023082
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des Hercules am Scheidewege auf ihn angewendet. Vor 
allem aber Commodus, der die Erscheinung und die Thaten 
des Hercules nachäflte, eignete auch den Namen eines 
römischen Hercules sich an, wie derselbe auf Münzen 
des Jahres 192 n. Chr. mit dem Bilde des Hercules 
erscheint 1). Ebenso findet sich das Bild (oder die 
Attribute) des Hercules mit der Aufschrift Herculi Bo- 
mano auf Münzen des Postumus und Probus 2). Maxi- 
mian endlich erhielt geradezu den Beinamen Herculius, 
so wie Diocletian sich Jovius nannte im J. 286: daher 
auf ihren Münzen Jupiter und Hercules vorgestellt sind 3). 
Und dieser Name ging auch auf den Adoptivsohn des 
ersteren, den Constantius Chlorus, über 4).  Anderer- 
seits erscheint das Bild des Hcrcules häufig auf römischen 
Münzen aus Verehrung gegen den Heros. Zuerst liess 
Antoninus Pius ilach dem Eifer, mit welchem er über- 
haupt das römische Alterthum umfasste, auch die Tödtung 
des Cacus durch den Hercules und was daran sich knüpft, 
aber auch andere Thaten des Hercules auf die römische 
Münze setzen 5). Desgleichen finden sich viele Thaten 
des Hercules auf Münzen des Postumus 6). Einfach aber 
wird Hercules gefeiert auf Münzen schon unter Hadrian 
als Gaditanus; als pacifer unter L. Aurelius Verus (im 
J. 164) und Probus (im J. 278) 7). Besonders verehrte 
Septimius Severus den Hercules und Bacchus, denen er 
1) Eckhel Doctr. numm. T. VII. p. 131. cf. b. 126. 
2) Ibid. p. 444. 504. 
3) Ibid. T. VIII. p. 9. 
4) Ibid. p. 30. cf. p. 28-  Galerius Maximianus nahm zu einem 
Omen für sich das Bild des Hercules, der in der Wiege zwei 
Schlangen erdrückt, ibid. p. 35. 
5) Ibid. T. VII. p. 29. 34'. 
ü) Ibid. p. 443. 
7) Ibid. T. VI. p. 504.  T. VII. p. 91. 501. 
126.
        

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