Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1023036
129 
am Ende neben dem Bekenntniss: Credo, quia rcdenztor 
resurgit, die Widmung "Hgoexlei ägxlzyyärsz, welche, wie 
Böckh vermuthet, auf den Tyrisehen Hercules (der auch 
sonst in Inschriften als dgxoyyärvyg vorkommt) zu beziehen 
ist. Da aber jene Inschrift ausserdem nur den Erlöser 
nennt, so fragt sich, in welchem Verhältniss zu diesem 
der Hercules gedacht ist. Entweder ist er ohne alle 
Beziehung neben demselben hingestellt,  oder wahr- 
scheinlich ist er als Typus aufgefasst und zwar als Typus 
Christi: denn Hercules wird hier gefeiert als ägxwärvys, Wie 
anderwärls (s. z. B. oben ä. 9, 1.) als acomfg: Christus aber 
heisst 0399517343; xai rrmmjg (Act. 5, 31), ferner oigjpyyäg m]; 
6011119501; (Hebr. 2, 10. vergl.12,  auch 0399511916; w]; 
Ewig (Act. 3, 15). Jedenfalls haben wir hier, falls nelnnlieh 
der Schluss der Inschrift ächt ist, eine merkwürdige Ver- 
mischung christlicher und heidnischer Vorstellungen l). 
p. 1941, 5. und C-"orsini Not. Gr. p. 21. mittheilt: in diesem 
Exemplar aber fehlen die vier letzten Zeilen von Credo an. 
Nun giebt Bertoli eine Abbildung des Denkmals, welche illuratori 
wiederholt,  woraus man sieht, dass vor 117g Dlgußiieg der 
Anfang fehlt,  aber dass mit dem Wort Ntluiov die Inschrift 
zu Ende ist: denn darauf folgt eine bildliche Darstellung, eine 
Bebe, an der eine Taube pickt, und zwei betende Figuren. 
Daraus folgt, dass entweder der Schluss Credo etc. unacht ist, 
oder dass es auf dies fünfjährige Mädchen zwei ganz ähnliche, 
aber verschiedene Inschriften gegeben habe, was freilich un- 
wahrscheinlich ist.  Bückh gedenkt beiläufig dieser Inschrift 
nach Osann, Corp. Inscr. zu u. 2271. T. II. p. 229. und be- 
merkt von ihr: ad mulierem Arabicam Christianam pertinet. 
l) In dieser Hinsicht ist noch eine Inschrift, jetzt im Museum der 
Alterthiimer in Paris, zu bemerken (bei Clarac lllusee de 
Sculpt. T. II. P. 2. p. 953. u. 561. Osann Gricch. u. rinn. 
Inschr. n. 140. in der Zeitschr. für die Alterthumswiss. 1840. 
S. 323.  in welcher L. Valerius 'l'elesphorus eine Ara weiht 
dem I-IERCULI-AO: man erklärt dies entweder durch Herculi 
Jau oder durch Herculi A S2, das letztere im Sinn von Apocal. 
22, 13. Vielleicht lasst sich aber A0 durch aetcrno auflösen, 
Pipcr, Mythol. u. Synnlnrl. d. chr. Kunst. l. 9
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.