Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022870
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entschieden christlichem Ursprung, da dessen andere Seite 
die Inschrift enthält: (ilyjöoüß) Xgerdvdg, 19605 1'(1f6)g, 
qmTqig (die darauf folgende letzte Zeile ist verloren ge- 
gangen). In diesen Inschriften ist eben so wenig eine 
gnostische Beziehung zu suchen. Zweitens, was sollten 
die Namen der beiden Planetengeister gegenüber der Vor- 
stellung des Jupiter? Vielmehr ist augenscheinlich, dass 
der Name Jehova Zebaoth zu dem Bilde des Jupiter beide, 
den Jehova und den Jupiter, als identisch bezeichnet. 
Zur Erläuterung; dient ein merkwürdiges Orakel des Apollo 
Clarius, in welchem Jao als der höchste Gott für identisch 
erklärt wird mit den drei Hauptgottheiten der griechischen 
Mythologie Pluto , Zeus und Helios , zu denen noch Adonis 
kßmmt,  die aber zusammen nur als Namen des Einen 
in der Natur zu den verschiedenen Jahreszeiten vierfach 
erscheinenden Gottes aufgefasst werden. Auf die Frage 
llßhmlich: quis deorum habendus sit, qui vocatur ildw, 
ßrtheilte jenes Orakel die Antwort 1): 
vpgdfso 16V ndvrwu ürrarov 326V Äuysv "Idru 
Zäilurzn Äuäv 1' 141713711, Aia r" z-Yagog ägxoluäuoto, 
Wilmv die ffägevg, äusrorzuigov d" rfßgöv "Adwuw. 
Nur weiset hier der Name Jao des höchsten Gottes 
nicht nothwendig auf das Judenthum zurück, da derselbe 
im Orient wie im Abendlande verbreitet war. Aber die 
Prädikate Jao Sabao auf der Rückseite der Gemme mit 
der Vorstellung des Jupiter haben sehr wahrscheinlich 
eine directe Alttestamentliche Beziehung.  S0 erscheint 
diese Gemme als eine Ausführung jenes Gedankens des 
Varro, dass Jupiter obwohl ohne Bild und unter anderem 
Namen auch von den Juden verehrt werde: denn auf der 
L 
 Bei Macrob. Saturn. I, 18., nach der Verbesserung von Lo- 
beck Aglaoph. I. p. 461, welcher zeigt, dass das Orakel nicht 
von einem Christen herrühre. 
Piver, Mythol. u. Symbul. a. m. Kunst. 1. g-
        

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