Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022850
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Jupiter Optimus Maximus geradezu auf Gott übertragen 
Sein sollte. Zwar hielten einige, wie Scaliger, eben 
dieses heidnischen Ausdrucks wegen die Inschrift selbst 
für heidnisch; doch schien die Hoifnung der Auferstehung, 
die darin atisgedrückt wird, ein hinlänglicher Bestim- 
mungsgrund, sie zu den christlichen Inschriften zu rech- 
"ell, unter denen sie von Gruter u. A. aufgeführt wird. 
Auch Corsini ist der Meinung und will die Inschrift, wenn 
auch die eine Formel nicht auf einen Heiden, die andere 
nicht auf einen Christen passe, deshalb nicht für apo- 
kPYphisch halten, in Betracht, dass auch heidnische Formeln 
Von den Christen theils aus Unwissenheit theils mitunter 
einem vermeintlich elegantern Stil zu Liebe gebraucht 
Seien.  Der ganze Anstoss aber ist durch eine Be- 
Pißhtigung des Textes hinweggerätimt, wonach an die 
Stelle von Jupiter O. M. die Leseart Deus Optimus tritt 1). 
Aber ein interessantes Denkmal ist vorhanden, auf 
Welchem umgekehrt Jupiter den Namen des Jehova erhält. 
ES ist ein Onyx 2), der auf der einen Seite den thr0nen- 
cum lau I de versatus I Jovis Op. lila. I beneücio I ducto. Hic I in 
spe resurr I ectionis qu I iescent-i lo I cus publice I datus est. 
i) Muratori nehmlich Antiq. Ital. med. aevi T. V. Exercit. LVIII. 
p. 42. theilt aus seinen Papieren nach der Angabe, wie er 
meint, des Cyriacus Anconitanus für Jovis O71. Ilfa. die Leseart 
mit exemit, Dei Optimi, welche Verbesserung sich allerdings 
noch dadurch besonders empfiehlt, dass sie zu qui ein Verbum 
giebt, welches nicht fehlen kann, weshalb auch Mosheim 
Diss. ad hist. eccl. pert. Vol. II. p. 615, wo er von dieser 
Inschrift handelt, sie anerkennt. 
a) Zuerst bekannt gemacht von Spon hliscell. erud. antiq. 11.298, 
14. (auch in Polen. Thes. antiq. Supplem. Vol. IV. p. 1242. 
n. 14.) Darnach bei Matter Hist. crit. du Gnosticisme. Planches. 
Par. 1828. p. 94. Pl. IX, 1. Auch in meiner Abhandl. über 
einige Denkm. der K. Museen zu Berlin (in Niednefs Zcitschr. 
für die hier, TheQL 1846, H, I.) lig. 1. der Steindruchtafel.
        

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