Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022725
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 Nicht durch Ignoriren, wie es von mehreren Seiten 
geschehen ist, kommt man über diese Einwendungen hin- 
weg. Aber erstens sind die Münzen so selten nicht. 
Denn im Museum zu Wien ist nicht bloss jene eine, sondern 
es sind dort drei solcher Münzen 1), sammtlich von Erz, 
drittenGrösse. Ferner im K. Münzkabinet zu Berlin, 
welches 78 Erzmünzen Constantin's des Gr. als Augustus 
mit der Vorstellung des Sonnengottes 2) und der Umschrift 
SOLI INVICTO, meist SOLI INVICTO COMITI enthält 
(darunter auch nicht wenige Exemplare mit den Buch- 
staben T F in der Mitte des Münzfeldes zu beiden Seiten 
des Sonnengottes), haben zwei von ihnen, auf denen man 
unter der Kugel, welche der Sonnengott in der Linken 
hält, einen Stern sieht, auf der andern (ebenfalls der 
rechten) Seite desselben, in gleicher Höhe mit der Kugel, 
nicht ein T, sondern ein stehendes Kreuz. Wogegen drei 
andere dieser Münzen statt dessen ein liegendes Kreuz 
(wie ein X) zeigen ß). Zweitens lässt sich namentlich 
von den in Rede stehenden Münzen in der K. Sammlung 
zu Berlin bezeugen, dass der Augenschein keine Spur 
der Verfälschung zu erkennen giebt. Endlich ist zu be- 
merken, dass diese Münzen nicht bloss in Trier geschlagen 
sind: nur Eine der Münzen mit stehendem Kreuz im Ber- 
liner Museum enthält sicher die Buchstaben PT. Sonst 
zeigen die unten stehenden Buchstaben auch andere Münz- 
stätten an 4). 
l) Die beiden andern bei Eckhel l. c. n. 207. 208. 
2) Derselbe erscheint als Kopfstück nur auf fünf Münzen, auf allen 
übrigen in ganzer Figur. Eine Abbildung beider Typen giebt 
Beger Thes. Brandenb. T. Il. p. 804. 
3) Diese fünf Exemplare finden sich daselbst in der Folge der 
Constantinischen Münzen, im zehnten Kasten. 
4) Die eine Berliner Münze mit liegendem Kreuz hat, unten, wie 
es scheint, die Buchstaben DS.  Von den beiden Anm. l.
        

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