Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Mythologie der christlichen Kunst von der ältesten Zeit bis in's sechzehnte Jahrhundert
Person:
Piper, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1021104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1022615
Seit 
der 
Wiederherstellung 
der 
Kunst. 
Jupiter, Juno, Bacclxus. 
Die Niobide. 
Diana. 
Jene Nachahmungen gehören der Zeit der ersten 
Kunstübung bei den Christen an, als die antike Kunst 
noch lebendig war und ihre Werke christlichen Künstlern 
zum Vorbilde dienten. 
Ein neues Zeitalter der Kunst aber kündigt das Wieder- 
erwachen solcher Typen im dreizehnten Jahrhundert an. 
Oder vielmehr schon gegen Ende des zwölften Jahr- 
hunderts in Deutschen Sculpturwerken, welche über- 
raschender Weise Motive zeigen, die auf antike Vorbilder 
schliessen lassen, ohne dass bis jetzt klar geworden wäre, 
auf welchem Bildungswege dieselben "von den Künstlern 
angeeignet sein mögen. 
Als ein solches Denkmal zeichnen die Sculpturen an 
der Kanzel zu Wechselburg sich aus, namentlich die Gruppe 
des Kain und Abel: der Kopf des letzteren wird als ein 
Wahrer N iobekopf bezeichnet 1).  Wahrscheinlich in 
dieselbe Zeit, aber (nach den griechischen Inschriften 
zu schliessen) wohl von byzantinischer Arbeit, gehört der 
Elfenbeindeckel eines Evangelistarium in der Schlosskirche 
Zll Quedlinburg, dessen Reliefs vier Scenen aus dem Leben 
Jesu enthalten: in der ersten, der Darstellung der Geburt 
des Herrn, erscheint die Maria das Kind in die Krippe 
legend als eine hohe Gestalt von wirklich J unonischem 
Charakter 2). 
1) Puttrich Die Schlosskirche zu Wechselburg, in d. Denkm. 
der Bank. des Mittelalt. in Sachsen Abth. I. Bd. 1. S. 19. Bl; 5. 
2) Ranke u. Kugler Beschreib. und Gesch. der Schlosskirche 
Zu Quedlinburg S. 135.
        

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